Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
96
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96Am 2. um 6 Uhr des Abends, kommt eine Deputationdes Bürgerrathes. Sie ist mir ihren Schärpen bekleidet,und der Bürger Rousseau, ehemaliges Mitglied der konsti-tuirenden Versammlung, jetzt im Rathe der Alten, befindetsich an der Spitze derselben. Doch sagt er kein einzigesWort; der Sprecher der Deputation hingen ruft mit lau-ter Stimme?französisches Volk! es steht dirnicht zu, Selbstgerechtigkeit zu üben, wenngleich diejenigen, deren Blut du vergossen hastdeine grausamsten Feinde waren. Diese Böse-wichte waren dazu bestimmt, uns in dieserNacht zu erwürgen.Das hieß mit andern Worten:fahrt nur fort! eure Arbeit hat unseren ganzen Beifall.Um acht Uhr zeigt sich endlich eine Deputation des ge-setzgeben Versammlung. Sie besteht aus acht Mitgliedern;Dusault, Chabot, Bazire, Fauchet u. s. w.Fauchet wird von jemand bei Seite genommen und ge-fragt:Warum macht ihr diesem Blutbad keinEnde? Hundert Bewaffnete wären dazu hin-länglich. . . . . . Er antwortet: das Volk istmit Grund erbittert, oder es ist schreck-lich betrogen.Juzwischen hatte der Civilausschuß sieben gerettet; aberfreilich waren die Mitglieder desselben nicht in das Geheim-niß der Mörder eingeweiht, wie dies mit dem Gemeinderathund der Nationalversammlung der Fall war. Der gesetzge-bende Körper und die Munizipalität hatten doch, wahrlich!ungleich mehr Gewalt, und Ansehn als ein ärmlicher Civil-ausschuß.Manuel, damaliger Gemeindeprokurator, kommt ge-gen Abend gleichfalls in das Gefängniß. Auf der neuenDrücke