— 86 —des redlichen und rechtschaffenen Mannes, daß er genaunachspüre, ob jene Machthaber vielleicht durch eine, ihnennoch überlegene Gewalt in ihrer Wirksamkeit gehemmt wur-den; oder ob sie wohl gar in diese schaudererregenden Ver-brechen eingeweiht waren. Wurden sie wirklich in ihrerThätigkeit gehemmt; wurden in der That ihre Kräfte ge-lähmt; waren die Mörder mächtiger als sie; so ist es un-umgänglich nöthig, daß das Volk dies wisse, damit es einandermal auf seiner Hut sey, und sich mit seinen Vorgesetz-ten gegen die Mörder verbinde. Waren, im Gegentheil,diese Vorgesetzten Mitwisser und Mitschuldige des Lasters,so muß man dies schlechterdings der Nachwelt überliefern.Unsere Enkel müssen bei der Erzählung noch schaudern undWeisheit lernen aus dem Unglück ihrer Voreltern.Hätten die Geschichtschreiber immer frei und unverho-len die Wahrheit sagen dürfen, so würde auch das Volknicht so lange in der Ungewißheit und im Irrthum ge-blieben seyn. Der Nationalkonvent, oder besser, die Hen-ker in demselben, würden dann nicht so lang ihre gericht-lichen Mordthaten haben fortsetzen können, welche bloß eineVerlängerung der Septembermorde waren. Denn die Sep-tembrisirer von 1792 waren unumschränkte Gebieter imJahre 1763. Wir werden verschiedene, äußerst wichtigeAktenstücke mittheilen, welche auf diesen barbarischen Zeit-punkt ein helleres Licht werfen.Auch sind wir es uns selbst schuldig, bei dieser Gele-genheit es klar zu beweisen, daß wir niemals und aufkeine Weise an irgend einem Verbrechen Theil genom-men haben; daß der 2. Sept. für das Journal derRevollutionen ein Räthsel war; daß wir niemals inirgend einer Verbindung mit den Blutmenschen,
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