76„Als wir nach Paris kamen, um das Königthum zu stür-zen, sagte uns Panis: ihr müßt euch an diejenigen Bür-ger anschließen, welche sich die größte Volksgunst erworbenhaben. Ich empfehle euch vorzüglich den Bürger Robes-pierre; er ist der tugendhafteste Mann, den ich kenneer muß billig Diktator von Frankreich werden.“ Dem eng-lischen Hofe fiel es, im Laufe unserer Revolution nichtschwer, für sein Gold Bösewichte zu finden, welche sich mitden Freunden Orleans vereinigten und den schönsten Tagunserer Freiheit, mit Ausschluß des 14. Juli, zu einemMordfeste der Kannibalen machten. Unter denen, die bloßzu ihrem Vergnügen würgten, befanden sich auch mehrereProtestanten; ihr Lösungswort war: „Karl 9te undLudwig 15te, Medicis und die Bartholomäus-nacht.“Um sich übrigens eine richtige Idee vom Charakter desberühmten und mit so vielem Blut bezeichneten 10. Augustzu machen, wird es an einem Zuge genügen.Ludwig 16. begab sich über die Terrasse der Feuillansmit entblößtem Haupt, und von einer Menge Bürger um-ringt, nach dem Sale der gesetzgebenden Versammlung.Einer aus dem Haufen will mit ihm sprechen. Ein Frei-williger, Hauptmann unter den Jägern, nimmt ihn bei derHand und führt ihn zum König. Diesen redet er also an:„Schwere Noth! gebt mir die Hand. Glaubt es mir, beimTeufel! ein ehrlicher Kerl und kein Mörder schüttelt euch dieHand. Ungeachtet aller eurer dummen Streiche, stehe ichdoch für euer Leben. Aber euer Weib, das soll nicht davonkommen. Die verhenkerte Hure hat Frankreich ins Unglückgeſtürzt.“Ohne allen Zweifel wäre es schöner und der Würde ei-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten