—75Höchst traurig war es, daß die Pariser Freiwilligen, welcheam 10 Aug. ihr Leben einbüßten, fast ohne Ausnahme unterdie besten, trefflichsten Bürger dieser großen Stadt gehörten.Sie waren uneigennätzige Vaterlandsfreunde, denen bloßeine bessere Ordnung der Dinge am Herzen lag.Die gesetzgebende Versammlung ist im höchsten Gradestraffällig. Sie ist von allem unterrichtet: sie weiß was imSchloß und in den Sektionen vorgeht; sie kennt die Anschlä-ge des Hofes, und die Rachentwürse der Stadt; und dieseVersammlung erwartet, anstatt dem Ausbruch vorzubeugenund die Absetzung zu beschließen — sie erwartet den Donnerder Kanonen und die Ermordung mehrerer Tausende. Daerst spricht sie das eine Wort! Welche Inconsequenz! welcheFeigheit! welche Ströme Bluts! sie flossen durch ihre Schulddurch ihre sträfliche Schwäche.Die Orleanisten; und die Barfüßer, die Jacobinerder neue Gemeindeausschuß, die gesetzgebende Versammlungund die Verwaltungen waren von diesen giftigen Geschwürenangesteckt; die Orleanisten waren scheußliche Ungeheutr, dereneinziges Streben dahin gieng, zu den Füßen der neuen Herr-scherfamilie, und auf den Leichnamen der alten unumschränkt zugebieten.Die Bürger glaubten für ihren Abgott, für die Freiheitzu kämpfen; sie sahen es nicht ein, daß man sie zu bloßenWerkzeugen der Anordnung und des Mordes machte. Seiteiniger Zeit übertrieb man alle Grundsätze; am 1c. Aug.durchbrach man alle Schranken; und das lediglich in derAbsicht, um die Republick, nach welcher alle Wünsche undalle Herzen der Patrioten hinstrebten, schon im Vorausgehässig zu machen. Vier Tage nach Eröffnung des Nati-chalkonvents, thaten einige Marseiller folgende Erklärung:
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