— 66 —wenigen Jakobiner, welche sich hervorwagten, stellten sichwohlweislich hinter die Phalange der Mariseiller und Bre-tagner. In der ganzen Welt ist doch nichts erbärmlicher, alsein Revolutionär aus SpekulationSollen wir von den empörenden Grausamkeiten reden,welche den glänzenden Tag des 10 Aug. schändeten? Ach!wir müssen es wohl und auch hier müßen wir es einschär-fen; die Fehler und Verbrechen der vorigen Zeit müssennatürlich der Gegenwart und der Zukunft zu einer heilsa-men Lehre dienen. Es gibt gewisse Wahrheiten, es gibtgewisse Gemälde, welche man, ohne Unterlaß, einer oftsehr inkonsequent handelnden Nation vor die Augen hal-ten muß.Mehr als fünftausend Menschen kamen um; unterdieser Zahl waren schier alle, im Schloß Dienst thuendeSchweitzer; die Thorwachten wurden in ihren kleinen höl-zernen Häusern verbrannt, oder niedergestoßen. Diese schrek-liche Ausübung des Vergeltungsrechts 2.) preßt uns Thrä-nen aus; aber die Haare sträuben sich empor, wenn manan die gräßlichen Frevelthaten denkt, welche Räuber undBoͤsewichte, welche der Absaum der Menschheit sich andiesem Tage, mitten unter einem edlen freien Volk zuSchulden kommen ließ. Man sah diese Raubthiere, wiesie gierig ihre Zähne in Stücke geröstetes Menschenfleischschlugen; man sah sie, gebratene Schweitzerrippen mit demgrößten Heißhunger verzehren.Röderer mag es be-2.) Vergeltungsrecht war es nicht.haupten, so viel er will; es ist ausgemacht, die Schweizerwaren nicht der angreifende Theil.Der Uebers.
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