— 65keit. 1) Ihr Angriff wurde mit vieler Einsicht ausg führt.Ohnerachtet ihnen das Schweitzerbataillon mit seiner erstenLadung hundert und fünfzig Mann niederstrekte; so rücktensie doch in geschlossenen Gliedern und mit klingendemSpiel in den Schloßhof ein.Was machten inzwischen die Jakobiner? Sie wußtenzwar um alles, aber keiner von ihnen erschien bei Belage-rung der Thuillerien. Marat, Robespierre, Danton,keiner von ihnen durfte sich zeigen. All diese Herrn, be-wiesen immer den größten Muth, aber nur auf — derRednerbühne. Die Zunge war ihre Lieblingswaffe. Die1.) Anderen und sehr glaubhaften Nachrichten zu Folge be-zeigten die Marseiller weder Biederkeit noch Tapferkeit. Dieerstere Eigenschaft lag ganz und gar nicht im Charakter die-ses Abschaums der südlichen Gegenden Frankreichs; die an-dere — welche ihnen sonst nicht abzusprechen ist — war fürdiesmal so gering, daß — auf die erste Salve der Schwei-tzer — der ganze Haufe aus dem Schloßhofe stürzte, seineKanonen zurückließ u. s. w. Bloß die ungeheure, aus ganzParis andringende Volksmasse — man übertreibt nicht, wennman sie auf 80 bis 100,000 Mann angiebt — brachte siezurück. Selbst diesem Andrange leisteten die, auf gar keinenAngriff gefaßten braven Schweitzer noch einige Zeit tapfernWiderstand. Ein Befehl des Königs und die ungeheureUebermacht nöthigten sie endlich zum Weichen. Doch sah manauch hier, was Kriegszucht und kalte Entschlossenheit vermö-gen. Die ganze Schweitzergarde bestand nur aus 750 Mann;dreihundert davon hatten bereits vor einiger Zeit Parisverlassen. Hier und in ihren eignen, spätern, erzwungenenRevolution lieferten die Schweizer mehr als ein Seitenstückzu Leonidas und seinen Spartanern.Der Uebers.
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