September bis November I7ä3.
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Verhandlungen der eidgenössischen Repräsentanten mit dem Nathe der XIII zu Basel.
27. Scptcinl'cr bis 10. November 1713.
IDtaatsarchiv iiüriUi.1
Repräsentanten: Zürich. Bernhard Wcrdmüllcr, des Raths. Abt von St. Gallen. Franz Joseph
Egger Rcichsvogt zu Wyl und Rath des Fürsten.
Nachdem am 26 September Bürgermeister Fiva von Freiburg und Seckclmeistcr von Roll von Solothurn,
bisherige Repräsentanten, Basel verlassen hatten, übergeben obengenannte Repräsentanten von Zürich und vomAbte "on St Gallen ihre Creditive und das gcmeineidgcnössische Patent dem Rathe der XIII von Basel undbesichtigen mit dem Commandantcn der eidgenössischen Zuzügcr, Oberstzunftmeister Fäsch, die Posten zu Stadtund Land — Um zu verhüten, daß Ausreißer von der einen oder der andern kriegführenden Partei überden Rhein geführt würden, war die Rheinfahrt gänzlich eingestellt worden. Dennoch wurden mehrere vstreichischeAusreißer die nach Kleinhüningcn auf baslerischcn Boden geflüchtet waren, von Ncudörfcrn über den Rheinnach Großhüningen geholt. Darüber beklagt sich der ungarische Botschafter Marchese von Prw nachdrücklich,verlangt, daß die Ausreißer wieder nach Kleinhüningcn zurückgeführt werden, sonst werde er dic,cn Vorfall alsein/ Verletzung der Neutralität ansehen und werde man östreichischerseitö einen Posten nach Kleinhüningcn ver-legen damit dergleichen nicht mehr geschehe. Die Repräsentanten stellen auf dieses Schreiben hin an denCommandanten zu Großhüningcn, Marquis de la Ravoye, daö Ansuchen, jene Ausreißer wieder nach Klein-hüningcn schaffeit zu lassen und die betheiligten Neudörfcr, welche ihm mit Namen genannt werden, dem dor-tigen Obcrvogt zur Bestrafung auszuliefern und die Ucbcrfahrt über den Rhein gänzlich zu verbieten. De laRavoye mißbilligt de.. Vorfall, erklärt, daß er nicht wisse, wohin die Ausreißer gekommen seien, daß er dieschuldigen Neudörfer gefangen gesetzt habe und bestrafen werde, sie aber an einen fremden Nichter ohne Erlaubnißdes Hofes nicht ausliefern dürfe. In Folge dessen stellt Basel zu Kleinhüningen dem Rhein entlang Wachenauf 8 > I». Der ungarische Botschafter beschwert sich, daß Chevalier de la Touche, blos und allein vonMarschall de Coigny empfohlen, sich zu Basel aufhalte „unp vieler Geschäfte, die ihm nicht zustehen, sich unter-windc" Bald darauf wird ihm aber nach einem vom französischen Ambassador eingegangenen Schreiben an-gezeigt daß 'de la Touche als ein von der Ambassade dcpendierendcr Edelmann vom Ambassador dem StandeBasel emPohlen 'und zu dem Zwecke »ach Basel geschickt worden sei, daß durch seine Vermittlung in gegen-wärtigen Verhältnissen die gegenseitige Mittheilung von wichtigen Rachrichten um so schneller bewerkstelligtwerden könne § 2 <?. Mehrere unter den Zuzügern vorgefallene Disciplinarvcrgehen und Streitigkeiten ver-anlassen den Rath von Wesel und die Repräsentanten, den Wunsch auszusprechen, daß die im Dcfensionaleenthaltenen die Jurisdiction bei den Zuzügen betreffenden Bestimmungen, weil sie nicht zulänglich seien, ver-vollständigt werden möchten. 8 3- «'- Da von Seite der Königin Theresia die Zusicherung eingegangenwar dan ihre Völker den eidgenössischen Boden nicht betreten werden und die Armeen sich anschickten, dieWinterquartiere zu beziehen, tragen Luccrn und Schaffhausen auf Verminderung der „Zusätzer" an. Der Rathvon Basel und die Repräsentanten überlassen es den im Schirmwerk begriffenen Orten, darüber zu verfügen.In Folge dessen werden drei Viertheilc der Zusätzcr zurückberufen, s 4. «?. Es wird beschlossen nach Verflußder sechs den dermaligen Repräsentanten zugetheilten Wochen einstweilen keine Repräsentanten mehr zu begehren.Luccrn und St. Gallen, an welche die Absendung von Repräsentanten kommen würde, werden jedoch ersucht,