—58nisse zunahm, als das Elend des Volkes; die öffentlichenFinanzen, welche durch Ludwig XVI. und seine beidenVorgänger gänzlich erschöpft waren; schändliche, der Ehreder Nation nachtheilige Verträge; die ewigen Feinde Frank-reichs, welches seine Bundesgenossen und Herren wurden:solche Ansprüche hatte Ludwig XVI. an den konstitu-tionsmäßigen Scepter. . . Die Nation hat aber, ihremCharakter getreu, lieber großmüthig, als vorsichtig seynwollen. Der Despot eines sklavischen Landes ist der Königeines freien Volks geworden. Nachdem er einen Versuchgemacht hatte, aus Frankreich zu fliehen, um über Kob-lenz zu herrschen, ist er wieder auf den Thron gesetzt wor-den, vielleicht gegen den Willen der Nation, die man hätteum Rath fragen sollen. Wohlthaten ohne Zahl sind aufdiese große Wohlthat gefolgt. Wir haben gesehen, wie wäh-rend der letzten Zeit der konstituirenden Versammlung dieRechte des Volks sind geschmälert worden, um der königli-chen Gewalt Kraft zu geben. Aus ersten öffentlichen Be-amten ist ein erblicher Stellvertreter geworden. Um desGlanzes des Thrones willen, ist eine Leibwache geschaffenworden; und sein gesetzmäßiges Ansehen wird durcheine Zivilliste unterstützt, welche keine andre Schranken hat,als die, die er ihr selbst hat geben wollen. Bald genughaben wir gesehen, wie alle Wohlthaten der Nation gegensie sind gekehrt worden; wie die, Ludwig XVI. zu Auf-rechthaltung der Freiheit übertragene Macht sich bewaffnethat, um dieselbe zu vernichten. Wir werfen einen Blickauf das Innere des Reichs. Verkehrte Minister werdendurch die unwiderstehliche Gewalt der allgemeinen Verach-tung entfernt; diese bedauert Ludwig 16. Ihre Nach-folger machen dem Könige und der Nation die Gefahren
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