beweisen, welche sich zwar für großmüthige Nationenschickt, welche aber die Könige zum Meineid aufmuntert.Die achtungswürdigsten Leidenschaften müssen schweigenwenn es darauf ankemmt, den Staat zu retten.“„Wir wollen euch nicht das ganze Betragen LudwigXVI. seit dem ersten Tage der Revolution schildern; nichtseine blutdürstigen Plane gegen die Stadt Paris; nichtseine Verliebe für die Adlichen und Priester; nicht die kon-stituirende Nationalversammlung durch Diener des Hesesbeleidigt, von bewaffneten Männern umringt, mitten ineiner königlichen Stadt herumirrend, und ohne einen Zu-fluchtsort, als das Ballhaus. Wir wollen euch nicht dieso oft verletzten Eide schildern; die unaufhörlich wiederhol-ten, aber durch Handlungen widerlegten Versicherungen;nicht den Zeitpunkt einer treulosen Flucht, welche selbst den-jenigen Staatsbürgern die Augen öffnete, die durch denFanatism der Sklaverei ganz verblendet waren. Wir wol-len alles bei Seite setzen, was durch die Verzeihung desVolks bedeckt worden ist. Aber verzeihen ist nicht vergessen;auch würde es vergeblich seyn, alle diese Verbrechen zuvergessen; sie werden die Bücher der Geschichte beflecken,und die Nachwelt wird sich ihrer erinnern.“„Es ist jedoch, Gesetzgeber, unsere Pflicht, euch mitschnellen Zügen die Wohlthaten der Nation gegen LudwigXVI. sowohl, als die Undankbarkeit dieses Fürsten, zuschildern. Aus wie vielen Gründen hätte man ihn, zu derZeit, da das Volk seine Souveränität wieder erwarb, vomThrone stoßen können? Das Andenken an eine stolze undaussaugende Herrscherfamilie, in welcher man kaum einenKönig gegen zehn Tyrannen zählt; der erbliche Despotism,welcher von Regierung zu Regierung in eben dem Verhält-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten