Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
56
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56und durch die öffentliche Meinung stark genug; sie besaßhinlängliche Beweggründe, Ludwig XVI. seines Thronesverlustig zu erklären; wenigstens konnte sie die Departementedarüber den Ausspruch thun lassen. Petion hatte sie da-in durch eine Bittschrift aufgefordert, welche er am 3tenAugust im Namen der Gemeinde von Paris übergeben hatte.Diese Bittschrift war bei den Jakobinern verfertigt wordenund la ute folgendermaßen: 1)Gesetzgeber, wann sich das Vaterland in Gefahr be-findet, dann müßen sich alle seine Kinder um dasselbe ver-sammeln. Niemals hat eine größere Gefahr dem Vater-lande gedroht. Die Gemeinde von Paris sendet uns zueuch. Wir bringen in das Heiligthum der Gesetze denWunsch einer ungeheuren Stadt. Voll Ehrfurcht gegen dieStellvertreter der Nation, voll Zutrauen in den muthvol-len Patriotism derselben, verzweifelt diese Stadt nicht amöffentlichen Wohl, allein sie hält dafür, um die Uebel Frankreichs zu heilen müsse man sie an ihrer Quelle angreifen,und dabei keinen zu endlick verlieren. Ungern klagt siebei euch, durch uns, das Oberhaupt der vollziehenden Ge-walt an. Das Volk hat unstreitig Recht, gegen ihn auf-gebracht zu seyn: aber die Sprache des Zorns schickt sichnicht für starke Männer. Durch Ludwig XVI. genöthigtihn vor euch und ganz Frankreich anzuklagen, wollen wirdiese Anklage ohne Zorn, aber auch ohne kleinmüthige Scho-nung vorbringen. Es ist nicht länger Zeit jene Nachsicht zu1) Die Uebersetzung der nachstehenden Rede ist aus Girtan-ners hist. Nachrichten entlehnt. Ich will mir nichts zu-eignen, was mir nicht gebührt.Der Ueberſ.