Druckschrift 
7,1 (1860) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1712 bis 1743
Entstehung
Seite
356
Einzelbild herunterladen
 

356

September 1729 bis Januar 1736.

aus der Sitzung aus, weil sie instruiert sind, an der Verhandlung der Civil- und Landcöjaä^

bei Abwesenheit der Deputierten des GotteshauöbunoeS nicht Thcil zu nehmen. Obigen Einschlag

nehmen die Deputierten des GottcshausbundeS zu Dank an, die Deputierten der beiden andern««d

wollen denselben als einen wohlmeinenden Rath der Gesandten auf die Gemeinden schicken und unterstW''

wünschen aber noch einige Aendcrungcn. Die Gesandten erklären dagegen diese ohne des GotteShansbun^

Einwilligung als unzulässig uni> bezeugen ihr Mißfallen, daß man dcS Anonymus Vorschlag mit dem ihrigen

die Gemeinden schicke. Die Deputierten der beiden Bünde wenden sich wegen der Abänderungen an die ^

GottcshausbundeS. Diese antworten, daß sie, wenn die beiden Bünde erklären, sie wollten den Einschlag

auf die Gemeinden schicken und gemeine Standcssachen mit ihnen behandeln, mit ihnen in der Session

werden. In der darauf gehaltenen Sitzung der beiden Bünde finden sich die Deputierten dcS XGcriäM

bunds durch die vom GoltcShausbund gegebene Erklärung befriedigt, die dcS obcrn Bundes hingegen mit

nähme der obbemeldeten acht wollen sich dazu nicht verstehen; die Rathsbotcn des XGcrichtenbundes treten

Folge dessen auch aus. Als nun eine völlige Auslösung der Versammlung zu besorgen war lind auch

Rathsboten des GottcshausbundeS abreisen wollten, stellen die Gesandten, um das Auseinandergehen zu hi»b^'

an den Landrichter, als Präsidenten, das Ansuchen, ihnen die eingekonnncnen Mehre der Gemeinden >uM

' sich

theilen, und an den Bundespräsidenten, mit seinen Boten noch nicht abzureisen. Der Erste entschuldigtund will das Ansuchen vor die Session bringen, Letzterer verspricht, zu Jlanz zu bleiben. Den 7. Ockobctcn beide Parteien, jede in ihrem Zimmer wieder zusammen; in der Session der beiden Bünde erscheinenjene Deputierten der acht Gemeinden. Diese läßt denen dcS Gotteshänsbundes erklären, daß sie, wenn suihnen sitzen wollen, den Einschlag (II) auf die Gemeinden schicken und sich mit ihnen über ihre Angelegtwegen des BisthumS bcrathcn wollen. Endlich kommt auf Zureden der Gesandten der Zusammentritt allerBünde wieder zu Stande. In dieser Sitzung (die Deputierten jener acht Gemeinden sind auch anwesend) wird ZUntersuchung der Rechte d"s GottcshausbundeS eine Commission von drei Mitgliedern ernannt, ausBunde eines (die Katholischen wollen aus ihrer Mitte niemand geben). Dieser wird aufgetragen,

Kürze der Zeit jene Rechte in Chür zu untersuchen und wegen Verkaufung des Münsterthals den La»drrVincenz bei seinem Eide zu fragen, was er davon wisse. Daneben werden noch andre die drei Bündetreffende Gegenstände verhandelt. Eine zur Ausfertigung des Abschieds aufgestellte Commission geht u>«'^richtetcr Dinge auseinander, weil der Gottcshausbund sich zu dem Ansinnen der beiden andern Bünde, daß ^die Vorschläge deö Anonymus auch mit dem Einschlag (II) auf die Gemeinden schicken soll, nicht verstehenDer Bundestag geht auseinander. Jede der beiden Parteien schickt die Verhandlungen an ihre Genie«« ^Nach Beendigung des Bundestags wird den Gesandten durch eine Deputation von neun Mitgliedern eincomplimcnt für ihre Bemühungen abgestattet. Auf den wird ein Congrcß in Chur zur Eröffnung

Abstimmung der Gemeinden über die ihnen mitgctheilten Einschläge angesetzt. Die Häupter der drei B««'übergeben das Resultat der Abstimmung; im obcrn Bund stimmten ohne und mit Bedingungen für die bsm"(II) II, dagegen 16; im-Gottcshausbund alle 21 dafür (eine Stimme ist noch im Rückstand); im ^GeriäP^bund ohne und mit Bedingungen dafür 13, für das Project des Anonymus 1. Die Gesandten»l ^eine bestimmte Erklärung, ob ihr Einschlag angenommen und die Einigkeit als wiederhergestellt anzuselst«^Nachdem aber die zu Chur versammelte«! Häupter sämmtlicher drei Bünde keine bestimmte Erklärungabgegeben und die Gesandten nochmals eine solche verlangt haben, sprechen sich die Häupter der gemeinen ^Bünde über die Lage der Dinge also aus: der Gottcshausbund hat einstimmig den Einschlag angen^'