33Ermordung eines Emigranten zu Aurillac,den 16. Merz, 1792.Collinet, der Vater, und Chapelle waren vor eini-ger Zeit ausgewandert. Jetzt kamen sie von Maltha zurücknach Aurillac, im Departement des Cantal. Am ritenMerz wurden ihre Häuser angegriffen; man warf die Feu-ster ein und war im Begriff, die Thären aufzulaufen.Die Nationalgarde, welche so eben mit der vorgeschriebenenRekrutirung beschäftigt war, verfügte sich in Begleitungder Munizipalität, auf den Ort des Unfugs und trieb denPöbel mit leichter Mühe auseinander.Sechs Neuenrollirte kommen um Mitternacht von ei-nem Ball, und singen das caira, indem sie vor CollinetsWohnung vorüber gehen. Ein Fenster wird geöffnet; einSchuß fällt, verwundet aber niemand. Man will einenzweiten losdrücken, allein die Flinte versagt. Nun regnenStücke Holz, Steine, Bouteillen u. s. w. auf die sechsFreiwilligen. Diese beklagen sich darüber auf der nahegele-genen Hauptwache.Dem zu Folge, und auf Ansuchen des Gemeinde=Pro-kurators, werden Collinet, und sein Bedienter des an-dern Morgens verhaftet und auf das Rathhaus gebracht.Man verhört sie und schickt sie darauf unter starker Be-deckung in das Stadtgefängniß; nicht das Mindeste ge-schieht ihnen zu Leide.Die Nachricht jenes nächtlichen Vorfalls hatte sichmittlerweile in der benachbarten Gegend verbreitet. DieBewohner von Arpajon greifen zu den Waffen, und ma-Prüdh. Irrth. II. Band.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten