34Mörder ließen ihren Haufen, unter Trommelschlag, überden Leichnam des Maire wegmarschieren; dieser war deralleinige Gegenstand des ganzen Anflaufs gewesen. Mit klin-gendem Spiel und unter dem beständigen Ausruf: Es lebedie Nation! zogen sie noch vor Abend wieder aus derStadt.Simonneau war Eigenthümer einer großen Ger-berei; er beschäftigte darin mehr als sechszig Arbeiter. Mit-ten unter den ihm drohenden Gefahren, hatte er seinen,ihm eifrig ergebenen Leuten das Versprechen abgedrungen:keiner von ihnen wolle sich den ganzen Tag über auf derStrafe sehen lassen.Um aber auch hier unserer anerkannten Partheilosig-keit treu zu bleiben, müssen wir Folgendes bemerken: Si-monneau wär' vielleicht dem Tode entgangen, woferner nicht den Reutern, auf Begehren ihrer Offiziers, Pa-tronen ausgetheilt hätte. Die Reuter glaubten zu Etam-pes das Benehmen der französischen Garden zu Paris nachah-men zu müssen. Sie weigerten sich nicht allein, auf dasVolk zu schießen, sondern verhielten sich auch bei Ermor-dung des Mannes ganz leidend, der ihnen die Werkzeugedes Todes in ihre Hände gegeben hatte. Bailly undSimonneau bezahlten beide ihren übel verstandenen Eiferfür das Gesetz zu einem sehr hohen Preise. Die Vorge-setzten des Volks müssen die Ansprüche des Rechts mit denAnsprüchen der Menschlichkeit zu vereinigen wissen.Ermor-
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