—— 21zunehmen und mit mehr Gewalt zu gähren. Das Zusam-mentreffen der beiden Partheien begann mehrentheils mitSchimpfreden; Thätlichkeiten erfolgten, und keine Nachtwar vorhanden, die ihnen steuerte..Ehe wir diese Erzählung schließen, müssen wir bemer-ken, daß die Weiber jener Gegend von vorzüglicher Schön-heit sind; und niemand ist es fremd, daß das andre Ge-schlecht an allen Auftritten der Revolution einen sehr leb-haften Antheil genommen hat.Auf beiden Seiten, so wohl bei den Freunden, als auchbei den Feinden der Vereinigung, sah man die schönenAvignoneseringen in größter Thätigkeit; sie mischten sichin alles; sie theilten jede Gefahr. Weiber waren es, welchein der Barfüßerkirche dem armen Lescuyer mit ihrenScheeren die Augen ausstachen. —Der apostolische Pallast, welcher in unsern Jahrbüchernunter dem Namen der Eisgrube (la glaciere) bekanntist, enthielt das Zeughaus, die Gefängnisse, die verschiede-nen Gerichtssäle und die Wohnung des Vicelegaten.Mehr als sechzig Personen von jedem Alter,und von jedem Geschlecht waren daselbst ein gesperrtworden, um Leseuyers Tod an ihnen zu rächen.Wer wollte nicht gern einen Schleier über die Abscheulich-keiten dieser Rache werfen? Wer wollte sie nicht gern ei-ner ewigen Vergessenheit weihen? Aber es darf nicht ge-schehen; die Gerechtigkeit erhebt ihre donnernde Stimmedagegen. Wie wär' es auch möglich von der Ermordunggebrechlicher Greise zu schweigen! Von dem Hinschlachtenzarter Kinder, welche ihre Mutter, aber ach! umsonst, andem Busen zu verbergen suchten, der ihnen noch Nahrunggab! Wie könnte man der holden Geschöpfe vergessen, in
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