Juli 1717. 13,
Zulagen, um sich den übrigen Gesandten für den Gang zum Ambassador nach ihrem Range anzuschließen; dieMannten Orte hingegen wollen es beim Alten bewenden lassen. 8 4. » . Einige Hauptlcutc des psyffcrischcn^günents, scrncr Hauptmann von Sonncnberg ersuchen die Gesandten um Verwendung beim Regenten Frankwichs, beim Herzog du Alaine und beim französischen Ambassador, jene, weil sie durch Bezahlung mit BilletSMpen Verlust erlitten, dieser, weil er noch <4<)>>l) Franken anzusprechen habe. Dem Ansuchen wird willfahrt.^ schreiben werden durch eine» Ehrcnausschuß dem Ambassador überreicht. 8 5. I. Zürich berichtet überAngelegenheit der östrcichischcn Zollerhöhung, daß ihm die Anzeige von den kaiserlichen Zollbeamten zuMengen zugekommen sei, daß mit dem 18. Deccmber 1716 an allen vorder- und oberöslrcichischcn Zoll staltenM allen eidgenössischen ein- und ausgehenden Waare» die tarifmäßige Gebühr werde bezogen werden; daß^wcgen (cl. (i. 8. Januar 1717) an den Gubcrnator zu Innsbruck geschrieben tvorden sn/ Die AntwortMus sg g 18. Februar) lvird verlesen. Zugleich wird noch angezeigt, daß auf die aus dem Reich kommen-Früchte ein Jmposto gelegt werde. Allgemein wird diese Neuerung als eine Verletzung des ErbvereinSder Zolltraetatcn, namentlich desjenigen vom Jahre 165ch angesehen. Zürich, Bern, evangelisch Glarus,Freiburg, Schaffhauseu, Appcnzell-Außerrhoden, St. Gallen und Biel wollen ein Schreiben unmittelbarden Kaiser abgehen lassen, in welchem auch des Jmposto gedacht werde» soll, eingedenk der Vorfahren, welchewichen Unternehmungen sich mit allen Kräften jcweilen wicdcrsetzt hätten, und der Folge» solcher Neuerung,der gemeine Burger und der Landmann zu tragen habe. Lucern, Schwpz, beide Uinerwalden, Zug,dpeiizcU-Jnncrrhoden erklären sich in gegenwärtiger Lage, wo der Kaiser mit dem Kriege gegen die Türken'wäftigt seh gegen ein solches Schreiben, da kein Erfolg zu vcrhoffen, vielleicht nur noch Schlimmeres zu be-Mchtci, zei; sie wollen einen günstigern Zeitpunkt abwarten. Uri, Schwpz und Zug »vollen vorerst die cigcnt-Ursachen dieser Zollerhöhung kennen lernen; katholisch Glarus stimmt für eine Rccharge an den Guber-dMr; Solothurn ist nicht instruiert. Unter solchen Umständen behalten sich die übrigen Gesandten vor, zuwas die Nothwcndigkeit erfordert mit dem Beifügen, „daß hicbcvor in dergleichen ertraordinari Conjunc-Mrei, und wann von Seiten Oesterreichs der Zölle halber etwas auf den Tapet kommen wollen, nicht allein"Me gejaminte l. Eidgenossenschaft dessen vorläufig averticrt, sondern auch die Nothdurft durch EouventionenMW Tractatcn zwischen beiden Thcilen dem Hcrkommcir gemäß stipulicrt worden." 8. 6. K. Aus den Anzug'Mus wegen des überhandnehmenden „Bettel- und StrolchengcsindS" und wegen der großen Menge Zigeunerbcichwssim, „fit gesammten Kräften diesem Unfug zu steuern, daö Bcttclmandat von 171)5 wieder abzu-u»i> jcv^m Orte zu überlassen, die erforderlichen Anstalten zu treffen. Aus den 2., 3. und 3. September^ird eh,,. „Bxttcljäggi" angesetzt. 8 7.
^nferenzen der evangelischen Städte und Orte während der geineineidgenössischen Tagsatzung zu
Baden im Juli 1717.
sTtaatsarckiv Züricii.j
^ Zürich eröffnet, aus was für Ursachen die Tagsatzung nach Baden verlegt worden, und läßt die^ den katholischen Orteil deßwegen eingelangten Antworten verlesen. In Beziehung auf die Umfrage inMwi»er Session wird beschlossen, das erste Mal dem Untervogt Eglofs dieselbe zu übertragen und diese Fragegemeine Session sogleich erledigen zu lassen. 8t. I». Der Büß-, Bei-, Fast- und Danktag wird auf
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