— 13der Nacht vom 10. auf den 11. reitende Bothen an allebenachbarte Munizipalitäten abgefertigt und die National-Garden von ihnen begehrt, mit welchen man im Lager vorOrange föderalisirt hatte. Es kam deren eine Menge, unddie Ruhe ward hergeſtellt.Am Abend dieses Tages versammelten sich die Distrikte;das Volk von Avignon erklärte sich für unabhängig und be-schloß, die Vereinigung der Stadt mit Frankreich zu begeh-ren. Man nahm das päbstliche Wappen über den Thürendes Gemeindehauses hinweg, und ersetzte es vorläufig durchdas französische. Der Vicelegat reiste am folgenden Tagenach Chambery ab. So endete die Oberherrschaft des rö-miſchen Biſchoſs über Avignon.Den 19. Jun machten sich die ernannten Abgeordnetenauf den Weg, um der Nationalversammlung den Wunschder Stadt Avignon vorzutragen. Die Grafschaft Venaissinhatte sich bis jetzt noch nicht bestimmt wegen der Vereini-gung erklärt. Das Zaudern der Nationalversammlung wardie alleinige Schuld der vielen bald erfolgten Verbrechen.Das Land war ohne Regierung, ohne Gerichtshöfe, ohneausübende Gewalt. Um einem längern Aufschub vorzubeu-gen, ließ die Munizipalität den Städten und Flecken derGrafschaft eine Föderation vorschlagen, welche auch von vie-len Gemeinden angenommen wurde. Abgeordnete kamennach Avignon, wo man eine allgemeine Versammlung hieltund einen feierlichen Vergleich abschloß. Man beschäftigteſich mit Formirung eines Wahlkorps, welches aus den Wäh-lern jeder Gemeinde bestehen sollte. Die Wähler solltenvon den Primärversammlungen ernannt werden. DiesemWahlkorps wurde, die Einrichtung der Staatsverwaltung,die Annahme der, für Zeit und Ort tauglichen Dekrete,
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