Druckschrift 
2 (1801)
Entstehung
Seite
12
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12vor und in dem Gemeindehaus versah. Sie bemächtigtesich dreier Kanonen, welche vor dem genannten Haufe auß-gepflanzt waren. Bei den ersten Bewegungen der Patrio-ten, wird sogleich auf sie gefeuert. Der Lärm wird allge-mein; die Sturmgiocke ertönt; alles greift zu den Waffen;die Bauern nehmen ihre Gabeln. Man schlägt sich von vierbis um sieben Uhr des Abends. Vier Bauern wurdengetödtet und vierzig verwundet. Das Geschrei der Weiberund Kinder tönte von allen Seiten. Endlich erklärte sichder Sieg für die Patrioten. Die Thüre des Gemeinde-hauses wurde ihnen überlassen; jene drei Kompagnien muß-ten die Waffen, zu Folge einer, von den Munizipal=Beam-ten unterhandelten Kapitulation niederlegen. Die Letzternhatten sich während des Gefechts in das Innere des Pallastszurückgezogen, und wurden dort von den besoldeten Trup-pen, welche der guten Sache treu geblieben waren, bewacht.Dieser Tag war, leider! nicht der einzige, an welchem Men-schenblut vergossen wurde.Gleich des andern Morgens, den 11. Jun. rottete sicheine Menge unbekannter Gesichter zusammen und schlepp-ten den Marquis von Rochegude, den Grafen vonDaulan (Autan?) den Abbe Auffray und denSeidenwirker Aubert auf den Marktplatz, wo der Henkersie aufzuknüpfen genöthigt wurde. Der rohe Hause verübtean ihren Leichnamen Abſcheulichkeiten, welche unſere Federnieder zu schreiben sich weigert.Sobald die Munizipalität von diesen AuftrittenKunde erhielt, eilte sie auch herbei und rettete, durch ihreDazwischenkunst mehreren Schlachtopsern das Leben; unteranderen einem sehr liebenswürdigen jungen Menschen vonzwanzig Jahren, Namens Bouffardiere. Sie hatte in