April 1714. 5Z
und Pieren, welche letztere zu Frankflßll abgerufen worden, hereinbringe, wird gut befunden, jedem Orte zu über-lassen, das ihm gut Scheinende vorzukehren, dieses aber den andern Orten mitzuthcilen. Zürich und Bernaber bleiben bei der Herabsetzung der Groschen auf drei Bernerkreuzer und werden die Piecen von ihrem Gebietfcrn halten, 8 6. Ii. Zürich, Bern, Basel und Schaffhauscn werden an die goldene Schale im Werth von6b><> Rchsthlrn., welche als Pathcngeschenk dem neugcborncn Prinzen, Sohn des Markgrafen Christoph vonBaden, gewidmet worden, ihren Anthcil gleich beitragen, jedes Ort 15t) Rchsthlr. 8 7. I. Jlanz bittet umeinen Beitrag an seine» Befestigungsbau, der französische Pfarrer zu Bischwyler, Champrenaud, und die ungarischeFreistadt Modor um einen solchen zur Erbauung ihrer abgebrannten Kirchen. Wird ml rekoiLiulum genom-men. 8 8. It. Pfarrer Jahicr zu Pomare schildert den traurigen Zustand und die Verfolgungen der reformiertenGlaubensgenossen in den piemontcsischen Thälern Pragelas und Valelusvn und bittet um eine Beisteuer. Man willfür dieselben die Jntcrcession bei der Königinn von Großbritannien wiederholen und ihnen 300 Rthlr. geben.Mehrere Orte nehmen das Ansuchen aber ml i-oloronckum und i'mmiumouckmxlum n»d wollen Zürich darüber^richten. ES sollen beitragen Zürich 69, Bern 96, Glarus 9, Basel 43 >2, Schaffhausen 39 (es giebt nur 27 Thlr.),Appenzell 10s^, St. Gallen 21, Mühlhauscn und Biel jedes 6 Nthlr. 8 9. I. Voll Genf wird angezeigt,daß neuerdings 44 ihrer Religion wegen auf den französischen Galeeren gewesene Glaubensbrüder, lebendigeMärtyrer, daselbst erwartet werden. Statt dieselben alle, wie bisher, in die verschiedenen Orte zu vertheilcn,will man ihnen ein erkleckliches Viaticum, zu ihrer Reise nach England, Holland u. s. w. geben, und auf ihrerDurchreise bis nach Basel sie verpflegen. Diejenigen, welche in der Eidgenossenschaft bleiben wollen, sottenrepartiert »verde». An daS Jedem einzuhändigende Viaticum von 160 Rthlr. tragen Zürich 23, Bern 32,Glarus 3, Basel 14'^, Schaffhausen 13, Appenzell 3 s /z, St. Gatten 7, Mühlhauscn und Biel jedes 2 Nthlr.bei. St. Gallen beschwert sich, daß es von Appenzell für die demselben voriges Jahr assignicrten, aber bisherw St. Gallen unterhaltenen Glaubensbrüdcr noch nicht entschädigt worden sei; ferner, daß bei damaliger Re-partition ihm zu viel zugcthcilt worden seien. 8 10. «». Auf die Nachricht, daß die churpfälzischen reformiertenKirche», Pfarrhäuser und Pfarrgütcr jenseits des Rheines in Gefahr seien, von den katholischen Geistlichenoccupiert zu werden, wird beschlossen, an de» König von Preußen dcßwegen ein Jntercessionalschreiben abgehenZu lassen. 8 11- » Die V Städte erhöhen dem in Lallsanne studierenden Sohne des Hauptmanns CombeMagnot das Tischgeld auf 80 Rthlr. 8 12. «». Die Reisekosten dcS von Zürich zweimal an den schwäbischenKrcisconvcnt abgeordneten Sccrctarius, um freie Fruchtznfuhr und Abstellung der Jmpostobeschwerdcn zu erwir-bt, soll folgendermaßen repartiert werden: Zürich 127 st. 38 Sch. 9 Hlr., Bern 179. 5. 10, Basel 81. 35. 8Dchaffhausen 76. 31. 5, St. Gatten 46. 2. 4, zusammen 511 st. 34 Sch. — Hlr. 8 13. K». Dem Obcrstwacht-Meistcr Sigmund von Wattenwyl und Hauptmann Cäsar Steiger von Bern wird wegen ihrer Ansprüche einuochmaligeS Empfehlungsschreiben an den Pfalzgrafen Philipp, Gubernator der ober- lind vordcröstrcichischenLande und an Prinz Eugeniuö von Savoycn bewilliget. 8 14.
Zürich und Bern.
Es kommt die Liquidierung der Kricgsrcchnungen zur Sprache. Berns Gesandtschaft, nicht instruiert,uiiilint den Anzug all loforonckum. 8 15-
Man sehe auch in dem Abschnitte Hcrrschastsangclegcnhciten:
Grasschaft Baden.
Art. 279. Judicatnr- und Competcnzconflicte. Art. Z9S. LocalcS.