Mai bis August l71Z.
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z» stimmen, da an ihrer persönlichen Sicherheit daselbst nicht zu zweifeln sei; er wolle selbst der mangelndenInstructionen halber hicrwcgcn an Uri, Schwyz, Untcrwaldcn und Zug schreiben. Gleichen TagS erneuertendie sämmtlichcn unbcthciligtcn Orte den Ständen Zürich und Bern in Aarburg den Antrag, die Feindseligkeiteneinzustellen und gemeinsam nach Aarau zur Fortsezung der Unterhandlungen zu übersiedeln; doch jene verbliebenbei ihren früher» Bedingungen und konnte nichts ausgerichtet werden. In der darauf folgenden Besprechungaller unbcthciligtcn Orte erfahren die katholischen Gesandten, daß Zürich und Bern auch auf die Frage, wiesie cö denn eigentlich mit den Kosten sticincn, keine Erläuterung geben und von einem Waffenstillstand ohnevorherige Dckung der Kosten troz der dringendsten Vorstellungen nichts hören wollen. Schließlich vereinbarendie unparteiischen Orte beiderseits den Vorschlag zu machen, ob die beteiligten katholischen Orte bei dcrmaligcrAußerachtlassung der Kostcnfragc sich auch ohne Waffenstillstand zun, Besuche der Tagsazung in Aaran verstehenkönnten. Die lcztcrn nehmen diesen Bericht, der auch dem französischen Botschafter mitgctheilt werden soll, inErwägung. 5. Juni. (Sämmtlichc katholische Orte.) Der französische Gesandte verdenket, er wolle heutenoch durch seinen Dolmetscher die Gesandten von Zürich und Bern, denen er bei Abgang seiner Equipagediesmal nicht nachgehen könne, wie er es in Königöfcldcn gcthan, zu einer Besprechung veranlassen. Wenner dabei zu unscrn Gunsten sich verwende, geschehe cS darum, weil er die Wahrheit wolle und suche, daß daöungute und unbillige Verfahren der beiden Stände wcltkundig gemacht werde. Diese Städte hätten Degenund Feder und zu ihrer Rechtfertigung in ganz Europa ihre Flugschriften verbreitet ; cS sollte den katholischenOrten daran liegen, den ganzen Verlauf der Dinge ebenfalls in Schrift zu verfassen und zu veröffentlichen.Ferner räth er den bcthciligtcn katholischen Orten an, bezüglich der Kosten den Vorschlag zu machen, dieseden Urhebern zu übcrbindcn, und den dahcrigcn Entscheid entweder durch die unbcthciligtcn Orte oder durchandere unparteiische Richter fällen zu lassen. 6. Juni. Da beschlossen ist, morgen »ach Aarau zur gemein-samen Tagsazung zu verreisen, wird auf Antrag von Schultheiß Schwyßcr beliebt, die bisherigen Verhandlungenzu besserer Erinnerung in Abschicdsform, wenn auch nur in ErzählungSwcise schriftlich zu verfassen. Gegenüberden Bedenken von Schwyz, die Taglcistung in Aarau zu besuchen, wird alle Verantwortlichkeit und Schaden,die aus einer solchen Weigerung entstehen möchten, diesem Orte übcrbundcn und sämmtlichc Orte nehmen eSauf sich, für allfälligc Verantwortung der schwyzcrischcn Gesandten bei ihren Obern einzustehen.
Verhandlungen zu Aarau.
8. Juni. (GlaruS, Basel, Frcibnrg, Solothurn, Schaffhauscn, Appenzell, Stadt St. Gallen und Biel.)Um alle unnöthigcn Verzögerungen abzuschneiden, einigt man sich auf folgendes Verfahren: Zwei Ausschüsseder unbcthciligtcn Orte nehmen die Vorschläge der Parteien entgegen und bringen sie denselben wechselseitigzur Kcnntniß. Zur Entgegennahme der Vorschläge von Zürich und Bern und Mitthcilung der Gegenvorschlägean dieselben werden bezeichnet Landammann Zwicki und Deputat Burkhardt; für die gleichen Verrichtungenbei den bcthciligtcn katholischen Orten Vondcrwcid und Glüh. Zürich und Bern haben folgende Erklärungenabgegeben: Anfänglich habe cS sich allerdings nur um die Beendigung des ToggcnburgcrstrcitcS gehandelt;als aber beide Stände wahrgenommen, daß der Abt mit Hilfe der einen die andern Toggcnburger in seineGewalt bringen wollte, hätten sie diese nicht trostlos lassen können und dieses ihr Vorhaben auch an Luccrn,Frcibnrg, Solothurn und den Landvogt im Thurgau mitgctheilt. Dessenungeachtet hätten die bcthciligtcnkatholischen Orte zu den Waffen gegriffen und Zürich und Bern zur Gegenwehr gcnöthigt. Weil jene dieStadt Baden, die Frciämtcr, Mellingen und Brcmgartcn militärisch bcsczt und die Untcrthancn wider die