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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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1675
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Mai bis August 1712.

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endlich über ihr Vorhaben aussprechen, damit man sich darnach richten könne. Alle Gesandten erklären darauf,instruirt zu sein, zum Schuze der Religio» und Erhaltung der Freiheit alles nur Mögliche zu thun. KatholischGlarus bemerkt, seine Mitlandlcutc widriger Religion seien mit ihm eidlich übereingekommen, volle Neutralitätzu bewahren und erwartet, daß dies ihm aus bekannten Gründen nicht verargt werde. Die Dcpntatschaftnach Aarburg berichtet, ihren Aufträgen gemäß sei nach Langenthal geschrieben worden. In St. Urban seienvier bcrnischc Untcramtlcutc, welche ein Inventar der im Bcrncrgcbict gelegenen Güter und Gefälle aufnehmenwollten, in Haft genommen worden, worauf zwei Angehörige Luccrnö zu Wangen angehalten und nach Aar-wangcn abgeführt worden seien. Bern drohe sogar, die obrigkeitlichen Boten von Luccrn künftig nicht mehrYassiren zu lassen, wenn diese Leute nicht gegen einander ausgewechselt werden. Die Gesandten von Luccrngeben sofort schriftlichen Befehl nach St. Urban, die Gefangenen auszuwechseln. 2. Juni. (Sämmtlichckatholische bcthciligtc und unbcthciligtc Orte.) Zürich und Bern schreiben von Langenthal aus, ihre Gesandtenwerden, sobald sie im Bcsizc näherer Instruction seien, in Aarburg eintreffen, wenn auch die Gesandten vonSchwpz erscheinen. Durch die Ankunft der lcztcrn ist nun die eine Schwierigkeit dahingcfallcn, die Erledigungder andern muß abgewartet werden. Die schwyzcrischcn Gesandten legen in gewohnter Weise ihren Gruß abund betonen, daß Zürich und Bern bishin durch die Langsamkeit der katholischen Orte so große Vorthcilcerrungen haben und zwar nicht so sehr durch die Tapferkeit ihrer Waffen, als durch die Treulosigkeit derkatholischen Untcrthancn. Nun gehe es auf Uznach und Gastcr los, um sich hernach SarganS' und Rappcrs-wpl'ö zu bemächtigen. Es sei Zeit, dem bedrängten Baden bcizuspringcn; durch eine längere Unthätigkciterhalte der Landmann schlechte Lust zu fechten. Schwyz habe fortwährend darauf gedrungen, zur That zuschreiten, aber immer haben sich Zwischenfälle in den Weg gelegt, so daß es mit herzbrechender Wchmuth zukeinem Erfolg kommen konnte. Nun müssen alle Orte vereint die wirkliche Rettung an die Hand nehmen,sonst gehe eil» Ort nach dem andern mit gesundem Herzen ohne Gegenwehr zu Grunde. Zug hofft, daß diekatholischen Orte sich über seine bisherige gute Haltung nicht werden beklagen können; es sei allzeit zumKampf gerüstet gestanden; auf ihm laste die Vcrproviantirung der Truppcu UntcrwaldcnS und der 1000 Mannaus Wallis schwer, so daß cS ohne Beihilfe der andern katholischen Orte das Brod für diese 1000 Mannnicht mehr aufbringen könne. Darauf crwicdcrn die andern beteiligten Orte, daß auch sie keine Frucht-vorräthe an Zug abgeben können. Laut Bericht des LandvogtS in LauiS haben Zürich und Bern unter dem20. Mai an Regenten und Räthc der Landschaft LauiS geschrieben, sie seien lediglich zur Hilfe und Rettungder bedrängten Toggcnburgcr ausgezogen und erwarten daher, daß sie den Mahnungen der katholischen Orteum Zuzug keine Folge geben und sich ruhig verhalten werden, unter Ancrbictung des kräftigsten SchuzcS.In Folge dessen weigerten sich die Angehörigen dem Befehle des Landvogtcs zu gehorchen, und der in allge-meiner Aufregung unterschimpflichen und lümpischcn Actione» wider den Souveränen" zusammengetreteneGencralcongrcß der Landschaft beschloß den 27. Mai, nur einem Aufgebote aller zwölf regierenden Orte zufolgen, dagegen die Waffen nicht zu Gunsten der einen gegen die andern zu erhebe». Es wird beantragt,durch ausdrüklichc Vorstellungen den Untcrthanen von LauiS diesen Wahn zu nehmen und sie zum Gehorsamanzuhalten, da die Majora der LandcSfürst seien. Da aber Glarus hiczu seinen Namen nicht geben will,und auch Frciburg und Solothurn ohne Instruction sind, kommt es zu keinem Beschluß und wird die Ange-legenheit lediglich in den Abschied genommen. (Die unbcthciligtcn katholischen Orte.) Von Aarburg aus istein Schreiben dcö Abtes vom 27. Mai, sowie eine Zuschrift seines Gesandten, Kanzler Püntincr vom 30.Mai eingegangen, worin für lcztcrn freies Geleite begehrt wird. DaS Gesuch wird den Gesandten in Aarburg