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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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1655
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April bis Juli 1712.

1655

zu erhoffen und cS werde wohl zum Kriege kommen, für welchen Fall der französische Ambassador gcrathen,sich in Bereitschaft zu halten. Die katholischen Orte hätten gutgcfundcn, daß noch einige Gesandte in Badenbleiben, bis die Hilfsmannschaft daselbst eingetroffen sein werde. Einige Schwarzwäldcr seien gewillt, denZürcher» die Stadt Kaiscrstuhl vorwegzunehmen. Obschon eS bedenklich sei, sie hiczu zu ermuntern, habe mandoch gefunden, in so gedrungener Noth Hilfe zu nehmen, wo sie zu haben ist. ES wird vorgeschlagen/ daßdie Zusazmannschaft nach Baden angemessen auf die Orte vcrtheilt werde. Je ein Abgeordneter der hiervertretenen Orte soll die Abordnung auö Wallis bcwillkommen und mit ihnen über die Verwendung derTruppen in Bcrathung treten, ll. Mai. Landammann Schorns berichtet, die Sachlage sei nun darnach,um sich über das Werk der Nothwchr gcgeu die andringende Noth zu bcralhcn. Zur Fcstsczung dcS Angriffs-plans wird ein Ausschuß bestehend in Oberst Amrhp», Ur. Karl Friedrich Lusscr, Landammann Schorns,LandShauptman» Achcrmann und Landöhauptmann Zurlaubcn gewählt. 12. Mai. Obcrstlicutcnant Branden-berg meldet, das gemeine Volk wolle endlich angreifen und verlange ungeduldig, mit dem Landöfähnlcinauszuziehen. Einige der KricgSräthc werden nach Baar abgeordnet, um die Leute zur Geduld zu verleiten.Da Luccrn die Stellung dcS Brigadier Sonnenberg in den Frciämtcrn für gefährdet ansieht, hat OberstAmrhyn Befehl erhalten, mit seinen 4t)l) Mann auf erstes Begehren dem Brigadier zuzuziehen. Da durchdiesen Entzug der 4t)t) Mann Zug gänzlich zur Unthätigkcit genöthigt wird, soll hicvon sowohl Vorstellungan Brigadier Sonncnberg als Mitthcilung an Schwyz gemacht werden, an lcztcres mit der Bemerkung, daßZug vom gemeinsamen AngriffSprojcct nun zurüktrctcn müsse und sich sonach jeder allfälligcn Schuld einschlage.14. Mai. Auf das durch Schreiben dcö Obcramts Baden vermittelte Begehren des französischen Gesandten,dem gefangenen Landvogt Thormann ein gewisses Maß von Freiheit zu gewähren, treten Lucern, Uri undUntcrwaldcn nicht ein, da ein Entscheid hierüber den Obern zustehe. Ein anderes Schreiben meldet, daßHauptmann von der Flüe zu Windijch das Fährseil abschneiden ließ, weshalb die Bcrncr auf der WindischcrHöhe Posto faßten lind mit zwölf Stükcn eine Canonadc begannen. Den 1k. Mai ziehen die 400 Mannvon Luccrn unter Führung von Oberst Amrhyn in die Frciämtcr ab. 17. Mai. (Uri, Untcrwaldcn und Zug.)Eine Reklamation deS zürcherischen Truppcncorps in Mcttmcnstcttcn wegen Zurükstcllung von entführtem Viehvon Knonau, Ebcrtschwyl u. s. w. wird zur Hintcrhaltung von Repressalien begütigend beantwortet. 22. Maiin Baar. (Uri, Untcrwaldcn, Zug und Oberst de Prcux von Wallis.) Landammann Püntincr trifft mit900 Mann, zwei Stükcn und zwei Fahnen von Pfäffikon ein. Von der Wohlcrallmcind langt der Berichtein, daß die katholischen Truppen Dottikon und Hägglingcn an die Bcrncr verloren, daselbst zwei Stükc zurük-gclasscn, Mellingen aufgegeben und den Hasen- und Hcitcröbcrg verloren haben. DicS wird dem ober» Lagermitgctheilt mit dem Befehl, AllcS zum Angriff bereit zu halten; zur Vereinbarung eines gemeinsamen Angriffsauf morgen werden zwei KricgSräthc zu den Kriegsräthcn LuccrnS in die Frciämtcr abgeordnet. 23. Mai.(Uri, Untcrwaldcn, Zug und Wallis.) Die Abordnung an die KricgSräthc in den Frciämtcr» berichtet, daßdiese ihren Unwillen kundgeben über die Unthätigkcit von Schwyz, von dem man jczt nicht wisse, ob es offensivoder defensiv sein wolle; zu wissen begehrt man, ob auch die Walliscr Truppen sich für einen Angriff erklärenkönnen. Es wird beschlossen, den geheimen Kricgsralh in weniger Mitgliedern zu bestellen, der dann dieeigentlichen OpcrationSplänc fcstsczt. Der engere KricgSrath hat sich sofort in die Frciämtcr zu verfügen, umdaselbst sich mit den Rüthen von Lucern zu bcrathcn. Diesen Tag langen auch 3K0 Mann von Obwaldcnaus Pfäffikon an. 26. Mai. (Uri, Untcrwaldcn und Zug.) Aus Baden geht der Bericht ein, daß dieZugänge zur Stadt völlig gesperrt seien und daher Hilfe zu senden ist. Landöhauptmann Püntincr und Lands-