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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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1654
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April bis Juli 1712.

742.

Conferenz der Kriegsräthe der Stände Lucern, Uri, Unterwalden und Zug.Zug. 17l2, .!«. April bis 24. Juli.

Kantonsarchiv Zug. Kricgsrathsprowlolle,

30. April. (Oberst Amrhyn voll Luccr»; I)r. Karl Friedrich Lusscr von Uri, alt-Landammann Lclllvund Panncrherr Zelger von Nidwaldcn und die Kriegsräthe von Zug.) Die schwyzerischen KricgSräthe inPfäffikon verlangen kategorisch Bericht, ob der von ihnen entworfene Angriffsplan genehm gehalten werdeoder nicht. Landshauptmann Achcrmann, der die zugcrischcn Posten inspicirt hat, findet die Lage derselbensehr gefährlich. Zug lehnt mit Schreiben an Luccrn den Besuch der nächsten Tagsazung zu Baden ab.2. Mai. Landammann Schmid, der mit Landammann Bcßlcr auf der Durchreise nach Baden begriffen ist,eröffnet den KriegSräthen der vier Orte die Umstände seiner Abreise von Turin. Der Herzog wolle nicht,daß Etwas vorgenommen werde, und glaube nicht an den Ernst der Lage, worauf Schmid entgegnete, daß esdermalen ernst werde. Laut Bericht des Landshauptmann Achcrmann habe man in Pfäffikon wegen der Tag-sazung zu Baden Umgang genommen, Etwas über die Vornahme eines Angriffs zu beschließen; Schwyz fürsich allein könne nicht zur Offensive greifen, die andern Orte hätten ihm Hilfe zur Verthcidigung seiner Grenzen,nicht aber für einen Angriff darüber Hinalls zugesagt. Darauf kommt in Umfrage, was gcthan werden solle; entwedersolle man den Krieg beginnen lassen oder ganz davon abstehen, wenn anders man dm guten Eifer der unterden Waffen stehenden Mannschaft erhalte» wolle. Nachdem inzwischen auch noch die schwyzerischen Gesandtenan die Tagsazung und Kanzler Püntincr eingetroffen und Schwyz die Nothwcndigkcit activen Vorgehensnochmals hervorgehoben, sprechen sich Luccrn, Schwyz und Nidwaldcn dahin aus, ungesäumt ohne viel Wortesich zum Angriff zu entschließen oder aber die Verhandlungen der Tagsazung abzuwarten. Uri ist auch fürden Angriff, sobald alle Orte inSgcsammt und gleichzeitig sich dazu entschließen. Endlich wird gutgcfundcn,ohne Vorwisscn und Uebereinstimmung von Solothurn, Freiburg und Wallis einstweilen nichts zu untcrnchmen,und diese Orte zur Absendung von KriegSräthen nach Zug zu ersuchen. Es wird beschlossen, sämmtlichePosten noch einmal umreiten zu lassen. 4. Mai. Statthalter Joseph Anton Rcding von Schwyz legt denKriegSräthen der vier Orte einen Plan zu einem gemeinsamen Angriff vor, in dem auch die nähern Anordnungcnfür die Feuerzeichen enthalten sind. Hicrwcgen wird auf den 6. Mai eine Confcrenz zwischen den KriegS-räthen in Zug und Pfäffikon nach Finstcrsec angesezt. Zu den gestern angekommenen Hilfötruppcn aus Lifencn,3i l Mann stark, sind heute noch zwei andere Compagnicn Tcssincr von je 200 Mann cingcrükt. 6. Mai.Die katholischen Orte verlangen mit Schreiben vom 4. Mai aus Baden, daß zum Schuzc dieser Grafschaft800 Mann dahin verlegt werden. ES wird geantwortet, Luccrn solle einstweilen diese Mannschaft dorthinabgeben; jedes der fünf Orte werde indessen sein Eontingcnt rüsten, ferner kommen dieser Tage auch dieHilfötruppcn aus Wallis in fünf Abthcilungcn von je 200 Mann an. 7. Mai. Da der Unterhalt derWalliscr Truppen für Zug allein schwer falle, wird an die Kriegsräthe in Baden und Muri geschrieben, daßdiese Mannschaft dahin abgehen werde, damit anderseits die Luccrncr Hilfötruppcn für Baden verfügbarwerden. 8. Mai. Die katholischen Gesandten erneuern das Gesuch, die Bcsazung von Baden, Stadt undGrafschaft, zu verstärken. Dieses Begehren unterstüzcn mündlich die von Baden zurükgekchrten LandammannBcßlcr und Landammann Schorno; die Hilfe sei dringend nothwendig; von der Tagsazung sei nichts GutcS