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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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April u, Mai 1712,

in GvttcS Namen init lind neben Schwyz zum Angriff auszuziehen; die schwyzcrischcn Truppen seien in ihremFcncr nicht mehr zurükzuhalten. Dcmungcachtct verbleiben aber die Stände auf ihrer Erklärung; Schwyzsolle nur den Anlauf nehmen, während die andern Truppen in Reserve stehen wollen. Ob diesem Absprungvon Luccrn und Obwaldcn zeigt sich Schwyz höchst entrüstet und protcstirt vor Gott und der Welt wideralle dahcrigcn Folgen. 29. April. (Uri, Schwyz und Unterwaldcn.) Die Commandantcn zu RappcrSwylJohann Alexander Bcßler von Uri, Joseph Anton Reding von Schwyz und Johann Joseph Wirz von Ob-waldcn erhalten die Instruction: 1. allsälligc zürcherische Waffen- und Munitionötransporte über dortigesGebiet aufzuheben; 2. mit Hilfe der Bürgerschaft und der Truppen die Schanzen nach Anweisung dcö Herr»Kauflin möglichst auszubessern und Alles in den Vcrthcidigungsstand zu sezcn; 3. von Schultheiß und Rathallabendlich die Stadtschlüsscl entgegenzunehmen. 3l). April. Die Kricgsräthc von Schwyz verwahren sichdem gcsammtcn Kricgsrath gegenüber gegen die Zulage, als hätte Schwyz seine willigen und kampf-bereiten Truppen zurükgehalten und die schönen Borthcilc, die sie in der Hand gehabt, vereitelt, sowie gegendas gemeine Geschrei in Uri und Unterwaldcn, die Schwyzer haben den Krieg angefangen und sir um Hilfeangerufen, jczt aber wollen lind dürfen sie nicht kriegen. Schwyz glaubt seine Schuldigkeit gcthan zu haben,und wirft alle Folgen auf die Kricgsräthc zurük, denen die wiederholten und dringenden Gesuche von Schwyz,endlich zum Angriff zu schreiten, bekannt genug sein sollten, ebenso ihre steten Einwände, daß sie ohne genügendeInstruction dazu sich nicht entschließen können. Darauf entgegnen Uri und Nidwaldcn, daß sie jczt noch nichtim Bcsizc der berührte» Vollmacht seien. Lucern will der Tagsazung in Baden den Lauf lassen und darausersehen, was dann zu thun sein »verde. Obwaldcn schließt sich der Mehrheit an und verwundert sich überden jczigcn Zwiespalt der Ansichten; hätte man sich zu Brunnen die Sachlage klarer auscinandcrgcsezt, wärendie so großen Kosten unterblieben. 3. Mai. Statthalter Joseph Anton Reding wird nach Zug abgeordnet,um den dortigen KriegSräthcn ein Prvjcct zu einem gemeinsamen Angriff vorzulegen. Uebcr dieses Projektund dessen Ausführung fallen folgende Erklärungen. Luccrn anerbietet auf eine gemeinsame Kriegserklärungder katholischen Orte hin, mit und neben diesen nicht nur an die Grenzen zu ziehen, sondern auch mit seine»Truppen Schwyz zu Diensten zu stehen, offensiv und defensiv vorzugehen und in das Feindesland cinzurükcu-Uri wünscht, daß von Glarus noch präciscrc Versicherungen über seine neutrale Stellung verlangt werden, »»bverspricht, seine gemachten Zusagen zu halten. Die Art und Weise der Kricgsführung selbst werde sich abernach den geheimen Abschieden vom August 1695 und Mai 1696 richten müssen. Obwaldcn will den Beschlußder Tagsazung von Baden abwarten; Landammann Bücher verspricht die Mitwirkung der dortigen Truppe»gemäß Abrede von Brunnen, kann aber vorderhand für eine Thcilung dcS Corps nicht stimmen. Uri stelltdie Nothwcndigkcit der Bcsczung Rappcrswyls vor, dann müsse davon gesprochen werden, ob die Gcsa»»»t-macht der Truppen oder einzelne Abthcilungen vorrükcn und wohin die Stössc zu unternehmen seien, ob gegc»Richtcrswcil oder von Napperöwyl auö gegen Rüti oder Bubikon. Schließlich wird befunden, daß das Volkjedes Ortes unter seiner Fahne stehen, lind zu einem Corps vereinigt, die Actione» beginnen sott. 4. M»»Vor gemeiner Session der Kricgöräthe erstattet Obcrvogt Franz Anton Schorn» Bericht über seine Abordnungzum Abte von St. Gallen. Leztcrcr habe sichere Nachricht von dem Anmarsch von fünf kaiserlichen Regimenter»,als Latour und Roth u. s. w. gegen den Rhein und das Rafzcrfcld. Von verschiedenen Landsknechte»und Tirolern sei ermuntert worden, guten MuthcS zu sein, den Zürcher» nichts nachzugeben; sie wollten aufVerlangen mit Hilfe durch Appenzell in das Rhcinthal einfallen und den dortigen Paß offen behalten. Dahersei es auch nöthig, den Schollbcrg bestens zu besezcn, um dadurch eine Verbindung der Zürcher, Toggcnburger,