1018
Juli 1711.
726.
Gcmcineidgeiwssische Jahrrechnungstagsazung der XIII Orte, Abt und Stadt St. Gallen.
Vaden. 171l, 5. Juli.
Staatsarchiv Lucern. Mg. Atsch, v. I7N, k»I, 7S.
Gesandte: Zürich. Hans Jakob Eschcr, Bürgermeister; Christoph Wcrdmüller, Sekclmcistcr und desRaths. Bern. Johann Friedrich Willading, Schultheiß; Johann Rudolph Bnchcr, alt-Sekelmcistcr und deöRaths. Lnccrn. Johann Rudolph Dürlcr, Schultheiß; Laurenz Franz von Fleckcnstcin, Stadtvenncr »»ddes Raths. Uri. Karl Alphons Bcßlcr, Landammann; Jost Anton Schmid, alt-Landammann. Schmv^Joseph Franz Ehrler, Landammann; Gilg Christoph Schorn», alt-Landammann. Untcrwaldcn. Johm>"Jakob Bücher, Landammann; Johann Franz Schmid, Zcughcrr, von Obwaldcn; Sebastian Remigius Kaistr,Landammann von Nidwaldcn. Zug. Beat Jakob Zurlauben, alt-Ammann; Gallus Letter, des Rath^GlaruS. Johann Heinrich Zwicki, Landammann; Jakob Gallati, Statthalter. Basel. Johann BalthasarBurkhardt, Bürgermeister; Christoph Burkhardt, Deputat und dcS Raths. Frciburg. Franz Peter EmauuclBögeli, Schultheiß; Franz Ludwig Vögcli, Sekclmcistcr. Solothurn. Johann Ludwig von Roll, Sch"^heiß; Johann Friedrich von Roll, Stadtvenncr und des geheimen Raths. Schaphausen. Michael Sc»»,Bürgermeister; Heinrich Ott, Statthalter. Appenzell. Paul Sutcr, Landammann, von Jnncrrhodc»,Konrad Zcllwcgcr, Landammann, von Außcrrhodcn. Abt von St. Gallen. Joseph Anton Pü»t»ur,fürstlicher Rath und Kanzler. Stadt St. Gallen. Laurenz Werder, Bürgermeister.
». DcS MünzwcsenS halber läßt Zürich cö bei den frühern Abschieden bewenden und theilt mit, daßes die schädlichen fremden Münzen auf seinem Gebiet ganz verrufen habe. Die Gesandten von Bern machr"aufmerksam auf den Abfluß der guten großen Münzen nach dem Ausland, aus dem dagegen allerlei schlrch^Geldsortcn in's Land gebracht werden; verschiedene Vorkehrungen dagegen seien erfolglos gewesen und es bleibenichts Anderes übrig, als daß sämmtliche Orte gemeinsame und einheitliche Maßregeln treffen. Nachdem aug>die übrigen Orte ihre getroffenen Verfügungen zur Kenntniß gebracht, wird daö Begehren von Bern allerg'^in den Abschied genommen und der Wunsch ausgesprochen, daß man ein dem Zollwesen und der KaufmanuscyKunschädliches Mittel gegen die schlechten fremden Münzen finden möge. I». Dem Bischof von Basel, ^bundcsgcmäß seine Lande dem abermaligen Schuzc der Eidgenossenschaft empfiehlt und ersucht, Bern zu verm»!^daß cö die gütliche Beilegung des Münstcrthalcrstreitcö der drohenden Gewaltanwendung vorziehe, wird r>antwortlich versichert, daß die eidgenössischen Orte zu Allem mithelfen werden, was zum fortwährenden Gedeihtseines Bisthums gereichen könne. Des Münstcrthalcrstrcitcs halber, der auf der gegenwärtigen ConfercM^uAarbcrg noch bcrathcn werde, zweifle man nicht an einem friedlichen Ausgange. «. Auf das GesuchGeneralmajor Le Jap, Namens des Königs von Polen, vom 23. März, um Neberlassung einer Anzahl cidgcnössischcr Truppen kann angesichts der ernsten Zeitlage nicht eingetreten werden, was Zürich im Na>m"der Eidgenossen dem Gcsuchstcllcr mittheilcn soll. «I. Da ans die leztcs Jahr Namens der Stadt Schasshaul^an die vordcröstcrrcichischc Regierung gerichtete Beschwerde über die neuen Zollerhebungen von den sch"hansischen Schisslcutcn zu Laufcnburg und in der Herrschaft Haucnstcin weder Antwort noch Besserung rrf» ^ist, wird auf daö Ansuchen von Schaffhauscn nochmals eine kräftige Rccharge erlassen. «. Die zu'^