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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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Juni 1711,

Preußen die Landschaft Toggcnburg dahin zu empfehlen, daß sie bei der bevorstehenden Capitulation undKaiserwahl mit und neben Neuenbürg als eidgenössischer vom Reiche unabhängiger GebictSthcil erklärt werde.«. Bern beantragt, dem Kurfürsten der Pfalz in Erwiederung auf dessen sämmtlichen eidgenössischen Stände»gemachte Anzeige von der Ucbcrnahme des RcichsvicariatS von evangelischer Seite aus gesondert über d>cSouveränität und Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft Vorstellungen zu machen. Der Antrag wird abgelehnt-«l. Die Anfrage von Basel, ob die evangelischen Orte auch ferner ihre Beiträge zum Unterhalt der pfälzischeStudenten geben wollen, wird in empfehlendem Sinne in den Abschied genommen, v. Schaffhausen, ^seit sechshundert Jahren im Besize des Collatur- und Patronatsrechts der Pfarrei Jllnau ist, beschwert ß >daß Zürich vier dazu gehörige Dörfer Wintcrbcrg, Dagelschwandcn, Grafstall und Kleinikon voinverband abgelöst und der Pfarrei Lindau incorporirt habe, und legt eine bezügliche schriftliche Beschwerde dc»>Abschiede bei, damit darüber auf die nächste Tagsazung instruirt werde. Zürich'ö Abgeordnete spreche» >h^Verwunderung darüber aus, daß Schaffhauscn diese Angelegenheit vor gcmcine Session ziehe, statt die r»fachen wohlbegründetcn Verantwortungen von Zürich in Betracht zu fassen. Das Collaturrecht von SH»»Hausen werde nicht bestritten, die Abtrennung der andcrhalb und mehr Stunden von der Pfarrkirche entstr»^Dörfer rechtfertige sich aus der Unmöglichkeit, daß der Pfarrer von Jllnau die Pastoration seiner lss»^»Gemeinde allseitig besorgen könne; als Landesherr sei Zürich pflichtig, für die leibliche und geistigepflcgung seiner Angehörigen in diesen kleinen abgelegenen Dörfern zu sorgen; zudem werden die ^der Pfarrei Jllnau gar nicht berührt, t. Nachdem bereits mehrere Gesandte abgereist waren, kam vo»in Luccrn versammelten katholischen Konferenz eine Zuschrift ein wegen der drohenden Mißhcllc zwischenund dem Bischof von Basel, worin gebeten wird, allerseits eine friedliche Vereinigung der Parteien »uz>streben. Wird dem Abschied beigelegt.

725.

Conferenz zwischen Bern nnd dem Bischof von Basel.

Aarberg. 17U, 25. Juni u v. Juli.

Staatsarchiv Bern. Bischof-Baslisch AuStragbuch I, toi. «21.

Gesandte: Bern. Samuel Frisching, alt-Sekclmcistcr der wälschen Lande; Franz Ludwig Lcrbcr,

dircctvr, beide des täglichen Raths; Christoph Steiger, Heimlicher; Niklauö Map, alt-Landvogt. . ^von Basel. Freiherr Johann Baptist von Reinach, Domdcca»; Johann Peter Münch von Münchsgenannt von Löwenberg, Landhofmeistcr; Beat Anton von Schnorf, fürstlicher Rath.

Nachdem über die neuauSgebrochcnen geistlichen und weltlichen Händel wegen des Münstcrthalö ' ^zu Anfang des Jahres in Bern eine Vermittlung gesucht worden war, treten auf Ansuchen des Bisch»!Basel, der die begonnene freundliche Handlung nicht zerschlagen lassen will, neuerdings die beider!Abordnungen in Aarberg zusammen. Es gelingt folgende Vereinbarung zu Stande zu bringen: t ^eine völlige Ausscheidung der Angehörigen beider Konfessionen statt; die Katholischen sollen künftigdem Felsen und zu Scchof (Elap) wohnen; umgekehrt sollen ob dem Felsen ausschließlich nurseßhaft sein. Die Katholischen, welche aus dem reformirtcn Gebiet wegziehen sollen, haben die Wahl, cn