November 1709.
1567
702.
Geheime Confcrenz zwischen Schwyz und Abt von St. Gallen.
Einsiedel,». 17M>, tl>. November.
Der Abschied fehlt. De» Verhandlungsgegenstand entnehmen wir folgenden Acte» :
1) Instruction der schwyzerischen Gesandten für die auf den 1». November 1709 nach Einsiedel» an-gesezte Konferenz: a Man soll von den st. gallischen Gesandte» eigentlich vernehmen, ob der Abt beab-sichtige, de» Krieg mit Toggenburg anzufangen oder nicht. Dabei sollen sich aber die Gesandten von Schwyznicht herauslassen ob Schwyz kriegen wolle oder nicht, b. Es soll vorgestellt werden, daß Schwyz und St.Gallen allein ohne der gesammten katholischen Orte Zuzug und Zusezung ihrer ganzen Macht nicht imStande seien, weder den Krieg anzufangen noch weniger auszuhallen. -. Es soll vorgestellt werden diegroße Macht der Zürcher mit 24,00» Mann nebst 4»»» rebellischen Toggcnburgern und de» Glarnern undandern wogegen Schwyz nicht mehr als 6000 Mann und der Abt laut seiner Eröffnung 600 Mann sezcnkönnten ä Von St Galle» soll kategorisch vernommen werden, wie und wclchergestalt es im Falle einerurplözlichc» Ruptur die Hand bieten wolle und könne, und wessen Schwyz sich von ihm zu versehen habe,weil man dies schon öfter zu wissen begehrt, aber niemals erfahren konnte.
' ^ " LandcSarchlv Schwyz: KriegörathSprotokoU.
2) Schreibe» von Schwyz an Lucer» vom 16. November. Die Conferenz in Einsiedel» ist lezter Tagegehalten worden Der Abt habe die immer verhangnißvoller und verzweifelter werdenden Begebenheiten »ndGewal.thaten im Toggenbury angezogen. Aus dem Verhalten von Zürich, daS nicht zurükweichen wolle wiesich dies anlaßlich des jüngste» Auftrittes des Hauptmann Hirzel in Wyl gezeigt, müsse entnommen werden,daß alle gütlichen Vorstellungen unverfänglich seien. Es wäre Chimäre, wenn die katholischen Orte sichandere Gedanken beikommen ließen. Es bleibe rein nichts mehr übrig, als der Gewalt Gegengewalt ent-g-genzusczen Da aber die Kräfte von Schwyz und des Abtes von dem Gegentheil weit überwoge» werden»nd die Aggression einfach eine abgedrnngene Nothwehr. allein ohne Zuzug der übrigen katholssche» Orte-ine Tollkühnheit wäre, werde Lncern nicht zu unlieb aufnehmen, wenn man eS nochmals unter Erinnerungan die bereits gegebenen Zusagen ..... Rath und That anrufe. Wenn auch die ungemeinen Unzeiten ihrewichtige» Bedenklichkeiten in sich halte», so überwiegen doch die Empfindlichkeit und der Schaden, welcher dereidgenössischen Katholieität aus dem Verluste Toggenburgs und andern bekannte» Gewaltthätigkeiten im Thur-gau erwachse, und ...an könnte vor Gott und der Nachwelt es nicht verantworten, wenn ...an die Einsezungaller Kräfte unterließe. S.aawarchw Luc»» I Acten T°M"bg.». <Lrig,>
703.
Geheime Conferenz von Lncern, Freiburg und Solothnrn und der Republik Wallis.St. Urban. 171W, t». bis 2tt. November.
S.aa.sarch.» «u--.». Nn„eb. Mschicde. - .«anwusarchio G.h.ime AMicd..
Gesandte: Lncern. Johann Rudolph Dstrlcr, Schultheiß; Karl Anton Amrhyn, Oberst, des innen.
Fr ei bürg. Oberst Johann Joseph von Alt, Sekclmcistcr; Pancraz Baumann, des innen, Raths,^"thurn Johann Ludwig von Roll, Schultheiß; Franz Joseph von Besenval, Sekclmcistcr. Wallis.
Courtem Landshaupt.nann; Valentin Jost, Zchntenhaupt.nann von Gombs.