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Oktober 1709.
Stein gehe hervor, daß der Landvogt immer weiter und weiter in seinen Exccutivmaßnahmcn schreite undZürich so veranlaßt, bei seiner aus leztcr Tagsazung gethancn Erklärung, ungerechter Gewalt mit Gewalt Z»begegnen, zu beharren. Zürich stellt daher sämmtlichcn evangelischen Orten eine Denkschrift über den gau^bisherigen Verlaus des Streites zu und ersucht sie auf jeden Fall um getreues Aufsehen. Die Gesandtverdanken diese vertrauliche Mitteilung und sichern zu, hierüber a» ihre Obern Bericht zu erstatten; inzwijcht"aber bitten sie Zürich, allen fcrncrit Weitläufigkeiten so viel immer möglich auszuweichen, f. Die Gesandtvon Bern empfehlen in eindringlichster Weise ihren Angehörigen, Herrn DubriS, Seelsorger der franzöchch^Gemeinde zu Mariakirch, der in solch' mitlcidswürdigcr Lage sei, daß er ohne fernere UntcrstüzungAmte nicht mehr vorstehen könne, für eine milde Beisteuer. Allseitig übernehmen die Gesandtschaften, ih^Obern eine Untcrstüzung von Ulli Rcichöthalcrn nach der zchnörtischcn Reparation zu empfehlen; nur Sah'Hausen erklärt das Gesuch lediglich der Obrigkeit zu hinterbringen. Sämmtliche Orte werden ihre Entschlicßu»^"an Zürich cinbcrichtcn. x. (Zürich, Bern u. Appenzcll-Außcrrhoden.) Appenzell verlangt, daß der bekamtZollstreit zwischen ihm und dem Abt von St. Gallen endlich einmal beigelegt werde, und ersucht die bcid"Städte, bei der nächsten Tagsazung ihre Gesandten etwa drei Tage zuvor nach Baden zur Erörterung ^Angelegenheit abzuordnen; ein gleiches Gesuch werde Appenzell an Luccrn und Solothurn richten, o" ^und Bern nehmen den Anzug in den Abschied und glauben, Appenzell solle sich mit dem Prälaten übergemeinsame Zuschrift an diese Stände vereinbaren, daß sie, sofern nicht etwa die bereits bezeichnetenabgeordnet würden, je den ersten Gesandten zur endlichen Erledigung der Angelegenheit ermächtigenAntrag von Bern, die Vorkehrungen an den Grenzstationen und Pässen zur Fcrnhaltung des immerund mehr andringenden StrolchcngcsindelS zu verbessern und zu vermehren, da namentlich auch die Einsch"^^der auswärts grassircndcn Seuchen durch diese Vaganten zu befürchten sei, wird gutgeheißen undAbschied genommen. I. (Zürich, Bern, Basel und Schaffhauscn.) Bern wünscht zu vernehmen, obStädte nicht geneigt seien, in ihrem Gebiet die Straßen durchgängig so zu erstellen, daß man sich aller ^in den Hauptstraßen des gleichen und zwar des weiten Geleises bedienen könnte. Die Gesandten sind >)>"
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mehr
nicht instruirl und werden die Sache bei ihren Obrigkeiten zur Sprache bringe»; vorläufig verdeuM' ^
sie,
nach ihrer Ansicht sei die Erstellung solcher weiter Geleise an einigen Orten thcils höchst beschwerlich-ander» aber ganz und gar unmöglich. I«. <S. cnnetbirgischc Vogt, übcrh.)
Man sehe auch I» dem Abschnitte Herrschaftsangelegenhelten:
Bier cnnctb. Bogt, übcrh. l< Art. ltl. Anstände mit Mailand. -
Zu «l II. Die Schrift von Nabholz führt den Titel; „Wahrhaftiger und gründlicher Entwurf, "'h,das entzmischen dem fürstlichen Stift St. Gallen und der Landschaft Toggenburg »unmchro lange 0^,geschwebt« Streitgeschäft eigentlich beruhe. Gedrukt im Jahr Christi 1709." Die Schrift in ^
82 Drukseiten. Staatsarchiv Bern: Evang. Abschiede Bd.