Octobcr 1709.
1561
"M mehr Ernst und Entschlossenheit und mit Einmüthigkeit vorzugehen, wenn einmal alle Anstalten zurRettung des gemeinen katholischen WcscnS allseitig getroffen sind. Laut Bünden soll dann vor dem Bruche""ch noch „,it den unbetheiligtcn Orten Berathung gepflogen werden. Die anwesenden Gesandten der .».-"Meiischm Orte werden ersucht, diese gerechte Sache ebenfalls zu beherzigen und ihren Obrigkeiten zu cm-"skhlen. r. Auf die Mahnung von Uri, angesichts der in Polen, Pommern, Brandenburg und besonders inRanzig herrschenden Contagion die nöthigcn Sichcrheitsmaßregeln zu treffen, wird beschlossen, den Kaufmann-'chaften und Handelsleuten jeden Handelsverkehr nach und von obigen verdächtigen und inficirtcn Ländern zu"'"ersagen weder Waare noch Menschen noch Vieh passircn zu lassen und namentlich alle ausgerissenen Sol-ohne Pässe zurükzuwciscn. !?. Gemäß dem Antrag der Gesandten von Zug werden gleichlautende ernsteErstellungen an den Herzog von Maine und den ersten Minister und Staatssekretär von Frankreich erlassen,'"r die in französischen Diensten stehenden Schweizertruppen, welche in Folge Nichtausrichtung der ihnen laut^itulation zugesicherten Bezahlungen allzu große Armseligkeit und Dürftigkeit ausstehen müssen, besorgt zuln» und dahin zu wirken, daß die Truppen in Folge ihrer Nothlage nicht zu Etwas schreiten, was der^'i°n nicht reputirlich und auck dem Könige selbst nicht zum Vortheil sein könnte. Beide Schreiben werdenfranzösischen Gesandten zugestellt und dessen wirksame Empfehlung in Anspruch genommen. I.. Auf das"''dringliche Gesuch des General Erlach, der Abordnung eines außerordentlichen Gesandten an den kaiserlichenbehufs Auswirkung der Soldrükstände der eidgenössischen Regimenter in den Waldstädten die Zustimmung".heilen, wird nicht eingetreten, da man, ohne daß ein bestimmter Vorschlag für diesen Posten gemacht"ird, einer unbekannten Person diesen Charakter nicht beilegen und einem Protestanten dte M.ssion n.cht uber-will, und überhaupt in der jezigen Lage eine Gesandtschaft an den Katser n.cht angezeigt findet. Manes daher einfach bei dem lezte» Beschlüsse der Jahrrechnung bewenden. Die Gesandten von Solothurndaß sie, von besser.» Zutrauen beseelt, in diese». Sinne wirklich ihre Zustimmung erthe.lt haben.
7W.
Konferenz der geheim.'» Kriegsräthe der VII katholischen Orte und Abt von St. Gallen.
Lneern. !7<>i>, 27. October.
2,aa,»»rch.v «ucer». Acten T°sg°»b»rg.
Jedes Ort soll sich in stündlicher Kriegsbereitschaft halten und zu Hause fleißig die frühern geheimen'^nde „achlesen und deren Anordnungen ...'S Werk sezcn. Es wird auch der lezte Absch.ed von Brunnengehört und genehmigt Das auf Ansinnen des thurgauischen Obcramtö jüngst zu Baden verbesserte Mandatdie dortigen Unterthanen das bei eine.» Kriegsausbruch sofort zu publiciren ist, erhält die Genehmigung^ wird de.» Abschied beigefügt. Schwyz und der Abt werden eingeladen, befördert,chst zur Berathung und"Mhn.„g des schon im Frühjahr als nothwendig erkannten Schirmprojects wegen Toggenburg zusammen-aus dieser Besprechung wird sich dann von selbst erzeigen, ob diese be.den Stände im Falle sind,^ Asi'rk für sich allein auszuführen, oder ob sie der Hilfe der übrigen Orte und zwar in welchem Maße^ welcher Richtung hierzu bedürfen; beide Stände werden dann die übrigen katholischen Orte von dem^bniß ihrer Bcrathungcn ....verweilt in Kenntnis, sezcn.