Juli u, August 1709.
1531
Regimenter am Hofc zu Wim nachdruksamc Vorstellungen über diese ungute Behandlung zu »lachen undb«hin zu wirken, daß endlich nach getroffener Ausrechnung die fälligen Zahlungen rcglirt werden. Einem^«schufst der Tagsazung thciltc darauf der kaiserliche Gesastdtc die Antwort seiner Regierung mit, welche die^ldigt Ausgleichung der Ausstände verspricht, sich aber auch gleichzeitig beklagt, daß die Compagnicn nichtcvmplctem Stand seien. Nachdem die Petenten von diesem Bescheide Kcnntniß erhalten hatten, wird durch"um Ausschuß der Tagsazung für den abzusendenden außerordentlichen Abgeordneten eine Instruktion entworfen,""che die Gesandten allseitig ihren Obern zu hinterbringen in den Abschied nehmen. Sämmtlichc Orte werden"sucht, ihre Antwort mit aller Beförderung an Zürich nutzutheilcn, weil durch längere Verzögerung derSchaden der Regimenter, deren Ausstände sich im lcztcn.Mai auf 000,000 Reichs.haler beliefen, fast »ner-vlich werde Eine Zuschrift des kaiserlichen Gesandten vom 9. August, wou.it der Hof von Wien die"bgmössischm Stände neuerdings crmahnt, ohne Nachthcil der Gerechtsamen des Reiches, die Beilegung desT°WnburgerhandclS möglichst zu befördern und die Gcwaltthätigkeiten der rebellischen Toggenburger, dieder Mediation nur zu spielen scheinen, zu untcrdrüken, wird dem Abschied beigelegt, n. Der kaiserliche^"dtc hat der Stadt Basel einen SichcrhcitSpaß für den Transport von -100 Säken in Schaffhausendufter Frucht auf dem Rhein verweigert. Auf daS gestellte Ansuchen von Basel wird ein EmpfchlungS-'^cibcn an den Gubcrnator in Innsbruck ausgefertigt und de», kaiserlichen Botschafter zur Weiterbeförderung""gehändigt. «. Den Gesandten von Basel ist der Bericht zugekommen, eS werde zu Rheinfcldcn viel Brodgebakc.. und habe Basel daher zu genauer Beobachtung, aller Bewegungen in Äugst die Wachten auspellenDaraufhin werden der Neutralitätsvertrag von 1702 und die darauf bezüglichen Erklärungen deS^'strs und Frankreichs und die beiden Kronen gegebenen Zusagen verlese», be. denen man es bewendenIndessen wird der kaiserliche Gesandte durch eine Com.nission an den Inhalt dieses Trac.atS erinnert""b die Erwartung ausgesprochen, daß seine Regierung demselben nachleben werde, was der Botschafter dem^isir und dem Generalissimus, de». Kurfürsten von Hannover, berichten will. Kaum aber ist diese Abordnung^"gekehrt so wird von den Gesandten von Basel eine ihnen zugekommene Zuschrift ....tgethe.lt, daß der^"o»,Mandant von Rheinfelden dem AmtSburgermeistcr von Basel angezeigt habe, General Mercy werde unterSchadloShaltung aus Befehl des Generalissimus mit einigen Truppen über Baölergeb.et nach de».?l«ß '»arschire» Auf den erfolgten Abschlag nach Maßgabe des NcutralitätSvertrags von 1702 habe der>°.»manda,.t replieirt, die Truppen seien bereits auf französische... Boden und der Generalissimus werdeDurchmarsch schriftlich rechtfertigen. Dieser schimpfliche und beschwerliche Vorfall wird noch a». späten> de... kaiserlichen Gesandten mitge.heilt, der mit Bedauern erklärte, er und sein Hof fem. ohne dieöfällige>"'iß gewesen; diese Verfügung gehe von de». Generalissimus aus, dem die Seemächte England und!°"a"d und das Reich das Eommando am Rhein übertragen haben, wie denn auch der KriegSplan in7S'"nd, Holland und Flandern gemacht worden sei und der Gesandte davon nichts habe wissen können.
offenbare Eontravention wird sofort allseitig an die Obern einberichtet und von da angemessene Beschlüsse^'"igt. Ebenso .verde., auch die abwesenden Orte auf den 29. August nach Baden einberufen. Mittler-^'>e meldet auch der französische Gesandte aus Solothurn mit empfindlichen Worten, daß den 20. August"'bs I Uhr ungefähr 1000 Reiter über BaSlergcbict in das Elsaß cinmarschirt seien, ohne dort auch nureinzigen Mann auf der Wacht zu finden, gegentheilö sei ihnen von Landleuten der Weg gezeig, worden;'"e Mannschaft hätte auch erklärt, daß »och stärkere Truppenkörper nachfolgen werden; die Ehre der E.dge-^ sei in diesem Vorfall so stark cngagirt, daß für die angethane Schmach Reparation erfolgen müsse.