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Oktober 17l)6.
gerufen, ob dadurch den Unruhen endlich ein Ziel gesezt wäre. Daö Mißverständniß schwelle sich in de>»,das Landlcutcnlandrrcht niöge allerdings in seinem Wesen und seiner Gültigkeit bestehen, doch mit der Bcschränkung, daß das Bauernlandrccht den landesherrlichen Rechten, sofern sie aus dem Grunde dieses Lanrechtes angefochten würden und also mit und neben einander nicht bestehen können, weichen und Plaz waHmüsse. So lange diese Frage nicht gelöst sei, sei in Toggcnburg und wegen Toggcnburgö weder Friede »Ruhe zu vcrhoffen. Ein Nachgeben des Stiftes sei hierin nicht möglich, wcöhalb der Abt der Hoffnung ^daß auch die beiden Stände diese endliche Entschließung genehm halten werden. Mit diesem Entschluß "Meinung können sich aber weder die zwei vcrlandrcchtcten Orte lind noch weniger die Toggenbnrger .geben, da dies dem eigentlichen verschriebenen Landrccht schnurgerade zuwider ist. Alle Bcthciligtcndaher die Erklärung, bei dem Landrccht, wie es verbrieft ist, und bei den mehrfach darüber crgangcncn ^schlüsselt unverbrüchlich zu verbleiben. Zu dem Ende wird auf Genehmigung der Obrigkeiten hn> ^Collectivantwort an St. Gallen bcrathen und in den Abschied genommen. I». Die Ausschüsse aus ^Toggcnburg weisen auf die großen der Landschaft durch die vielen Confcrenzen erwachsenden Kosten h"' ^stellen das Gesuch, daß die Streitsache mit zulänglichen Resolutionen baldigst zu Ende gebracht werde. ^sei wcltkundig, daß der Abt nur auf Verschleppung der Sache ausgehe. Inzwischen werde derGcrmann nicht nur in trostloser Gefangenschaft gehalten, sondern den Landlcutcn werde auch der Gc»»ßLandrechts von den Beamten des Abtes verweigert. Die zwei Orte, als hochschäzbare vertraute Mitlanwerden daher gebeten, zu gewähren, daß die Toggcnburgcr nach Inhalt ihres Landrcchtcs und ihrer Fr"lim Lande handeln und verfahren möge». LcztcrcS Gesuch wird lediglich in den Abschied genommen. «?. ^nnd Glarus kommen übcrcin, daß jedes Ort von sich aus den übrigen eidgenössischen Ständen»chmung deö ungleichen Wahns bezüglich der Aufrcchthaltung des Landrcchtcs den Sachverhalt zus )unter Beifügung der Antwort, welche die heutige Confercnz an den Abt zu richten für gut gefunden b
«2V.
Konferenz der evangelischen Orte, Stadt St. Gallen und Biel.
Aara«. LS. Oktober.
Staatsarchiv Zürich. Allg. Atsch. Bd. 87. kol. »4».
Gesandte: Zürich. Heinrich Escher, Bürgermeister; Johann Ludwig Hirzcl, Statthalter. Bern.von Graffenricd, Schultheiß; Johann Friedrich Willading, Vcnncr. Evangelisch Glarus. Joha»»^- ^ ^Zwicki, des Raths. Basel. Johann Balthasar Burkhardt, Bürgermeister; Christoph Burkhardt, des ^Schaffhausen. Johann Köchlin, Statthalter. Appcnzcll-Außcrrhodcn. (Entschuldigt.) StaGallen. Laurenz Werder, Bürgermeister. Biel. Abraham Schott, Bürgermeister. „r>l-
n. Diese Confercnz ist von Zürich wegen des ToggcnburgergcschäftcS einberufen worden. 'Außcrrhodcn entschuldigt seine Abwesenheit wegen der ihm zur Einholung von Instructionen zu ^mcsscncn Zeit und weil cS sich nur um die Präliminarien der Mediation im Toggcnburg handle-ihm hierauf crwicdcrt, man hätte sein Erscheinen sehr gewünscht, weil es vermöge seiner Lage an ^
ganz besonders bcthciligt sei. I». Auf gestelltes Verlangen berichtet der Gesandte von evangelisch ^