Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
301
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301Uebrigen am Herzen liegen. Sehr viele Pächter habendurch Wort und That zur Verheerung der Schlösser, undzum Verderben ihrer Besitzer mitgewirkt. Andre haben dasEigenthum ihrer Zwingherrn für ein Spottgeld an sich ge-kauft. Alle haben es uns deutlich bewiesen, daß sie einessolchen Besitzes würdig waren. Ausgeartete unnatürlicheKinder der Revolution, kann man sie mit niemand füglichervergleichen, als mit den schnöden Wucherern des PalaisRoyal.Der Hof war zu kurzsichtig; er gewahrte bei weitemnicht alle Fallstricke, welche man ihm legte. Mit etwasmehr Scharfsinn würde er es sehr leicht haben einsehenkönnen, daß er keinem einzigen Mitgliede der Nationalver-sammlung trauen dürfe. Dem König blieb kein anderesMittel übrig, als ſich auf die Seite des Volkes zu ſchla-gen. Er selbst schien, aber freilich nur auf wenig Augen-blicke die Revolution lenken zu wollen. So hatte eseinst der König von Schweden gemacht; allein Gustap III.war ein ganz andrer Mann als Ludwig XVI.Die Royalisten, welche sich in der konstituirenden Ver-sammlung befanden, sind also die Grundursache davon,daß das Königthum unter uns zusammenstürzte. Vor allenallen andern trug Lafayette dazu bei, indem er denSatz aufstellte:Insurrektion ist die heiligstealler Pflichten.Eine gesetzgebende Versammlung ward dekretirt;kein Mitglied der konstituirenden sollte dazu gewähltwerden dürfen. Dies war eine Falle, welche ihnen derverschmitzte Robespierre legte. Was konnte ihm er-wünschter seyn, als die Entfernung einer gewissen AnzahlMitglieder, deren überwiegende Talente ihm nothwendigfurchtbar seyn mußten.