302Der König sah es ein, daß diese Maßregel ihm höchstnachtheilig werden könne.Den 29. Sept. 1791 hielt die konstituirende Versamm-lung ihre letzte Sitzung. Der König begab sich am Abendin dieselbe und sagte:„Meine Herren: Sie haben die Konstitution vollen.det; Sie haben beschlossen, daß der heutige Tag das Zielihrer Arbeiten seyn soll. Vielleicht wär' es aber zu wün-schen gewesen, daß diese Sitzung länger gedauert und ihrWerk dadurch mehr Festigkeit gewonnen hätte, u. s. w.“Wir sind in diesem Stück ganz der Meinung Lud-wig XVI., zumal, da die folgenden Ereignisse ein so trau-riges Licht auf die Natur der Menschen und der Dingeim Stande der Revolution geworfen haben. Inzwischenmöchte eine Versammlung, welche den 5. Okt. 1789 ge-stattete und billigte, wohl auch den 2, 3, 4, 5 und 6. Sept.1792 ungehindert und ungestraft haben hingehen lassen.So endigten sich die Arbeiten einer Versammlung,welche die besten Köpfe Frankreichs in sich vereinigte. Hierist das Resultat derselben.Indem die Mitglieder der ersten Gesetzgebung abtra-ten, hinterließen sie das Königthum höchstgefährlich ver-wundet, aber doch noch im Stande fort zu leben. Statteiner Verbesserung der Finanzen schenkten sie uns eineAssignatenfabrik. Sie hinterließen uns ein Compterendu in einem dicken Quartbande, dem blauenBuche des Herrn Neckers ähnlich. Montesquionwar um nichts deutlicher als jener.Sie machten bei ihrem Abtreten eine Amnestie für alleRevolutionsverbrechen, und zu gleicher Zeit eine Guil.lottine bekannt. Dies abscheuliche Werkzeug trug, ver-
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