1320 Juni 1706.
I». Wie Zürich vorbringt, befindet sich Baron de le Jap hier und erneuert sein schon <702 gestelltesum Bewilligung einer Leibwache von einigen hundert Mann sür den König von Polen und KurfürstenSachsen. Da hierüber Niemand instruirt ist, wird das Gesuch in den Abschied genommen und hicvonde le Jay durch den Secretär Kcnntniß gegeben. «. (S. u. Thurgau.) «I. Der Herzog von Würtc»' ^schildert in einem Schreiben den bedauernswürdigen Zustand der Stadt Mümpclgard, in welchen sie durchdcrmaligc verderbliche Regierung gerathcn sei, und empfiehlt dieselbe der Untcrstüzung der evangelische"Nun hätte man dieser Empfehlung gern Folge geleistet und an den Herzog von Mümpclgard ein ^ ^ecssionsschrcibcn erlassen, wenn nicht verlautet hätte, die Zwistigkciten seien verglichen, die cinquartirtcnabgezogen und es sei dem Herzog die Huldigung geleistet worden. Zürich wird beauftragt, demWürtcmberg hicvon Mitthcilung zu machen, v. Appcnzcll-Außcrrhoden bringt, wie schon auf dersazung, nochmals in Anregung, daß man ihm zur Beseitigung des neuen Jmposts auf Garn im schw"^Kreis vcrhilflich sein möchte. Diesem Gesuche hätte man gern entsprochen; allein da man unlängst sur »eidgenössischen Waarcn und Fabrikate so gutwillige Excmption erhalten, verspricht man sich wenig u >Indessen wird de» Sccrctärcn, welche früher in Mcmmingcn gewesen, der Auftrag crtheilt, sich ^ ^ ^Freunden vertraulich zu erkundigen, ob etwas zu hoffen sei; bejahenden Falls soll sich Zürichevangelischen Orte an den KrciSconvcnt wenden, t. Bern bringt wieder vor, daß ihm das maila"Capitulat immer sehr bedenklich vorkomme, nicht so fast, weil es der Erbcinung und der erklärtenwiderstreite, als weil eS offensiv und gegen die evangelische Religion gerichtet sei und den ältcrn "dg^'"^ ^Bünden Abbruch thuc; es regt daher neuerdings an, diesen Gegenstand auf nächster Tagsazung noch""' ^ .besprechen, wobei dann auch erwogen werden könnte, ob man sich nicht bei glaubcnsvcrwandtcnMächten um Hilfe bewerben sollte, was vielleicht die katholischen Orte zu mildern Gedanken führe" ^Die übrigen Orte sind einverstanden, daß dieser Gegenstand auf der nächsten Tagsazung zur Spracht gwerde.
Man sehe auch in dem Abschnitte HenschaftsangclegenHelten:
Landgrasjchast Thurgau. <>. Art. 772. Lvcalcs (Zihlschlacht).
<»07.
Conferenz der die Vogteien Bellenz :c. regierenden III Orte.
A,» der Treib. 170«, 15. Juni.
Der Abschied fehlt und ist nur noch die Instruction für die nidwaldische» Gesandten a»>
Vcat Jakob Leuw und Pannerherr Zelger vorhanden: l. In Sachen der Schuzarbciten am !es>>" ' ^-lDragonat, für welche Bellenz einen Aufschub bis auf nächstes Sindicat verlangt, ist aufArbeiten zu dringen. 2. Die von Ursern sollen den Zoll für Käse, die sie über Bellenz nach dem ^ ^spcdircn, den Obrigkeiten abstatten. 3. Bei den andern Orten ist anzuziehen der großedreiörtischen Hauptlente bei der lcztcn Schlacht in Flandern erlitten und wie ihnen in diesemgesammtem Namen möge und könne geHolsen werden. 4. Die Erledigung der auf dem leztjähnch'"unerörtcrtcn Geschäfte ist in Erinnerung zu bringen.— Laut der Relation der nidwaldische» Gesa»l7. Juni hat sich die Conferenz auch über die Solemnisation des spanischen Bundes besprochen »n >dieselbe von statten gehen zu lassen, wenn die Pensionen und Privatansprachen bezahlt werden. k
Landeüarchiv Nidwalden: Wochcnrathsprotokoll v. 14. u. 17. 3um 1^^'