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März 170V.
des Verkehrs schon mitgethcilt habe. Er bedauere, daß auch die evangelischen Orte unter einer solchen Niapregcl werden zu leiden haben; man solle ihm aber nur Anleitung geben, was er für sie thun könne, er werdkfür sie alle Considcratio» haben; sie mochten sich aber nicht formalisiren, wenn die Exccution wider duKatholischen vorgenommen werde. I». Wie Bern vorbringt, kommt es dortiger Obrigkeit bedenklich vor, dabdie katholischen Orte so viele Bündnisse haben, nämlich nebst dem mailändischcn Capitulat noch solche n»tdem Herzog von Savoycn, mit dem Bischof von Basel, mit der Republik Wallis u. s. w., und zwar allezum Nachthcil der evangelischen Religio». Die evangelischen Orte möchten daher bedenken, ob sie sichmit geeigneten evangelischen Potenzen verbünden sollten. Ferner mache ihnen nicht weniger Bedenken, dal'Mailand in französisch-spanischen Händen liege und dadurch eigentlich eine Einschließung der Eidgenosse»!^'vollzogen sei, welcher begegnet werden sollte. Aus Mangel an Instruction nehmen die übrigen Orte die!"'Gegenstand all rokorenäum. «. Zürich drükt sein Bedauern aus, daß das Toggcnburgcrgcschäft durch ^bisherige eidgenössische Vermittlung nicht hat beigelegt werden können, wodurch die Landleute im Toggcud"^an ihren geistigen und leiblichen Freiheiten und unter der Last der Kosten leiden müssen. Auch die übrig"'Orte bezeugen die gleiche Empfindung und erklären sich zu möglichster Beförderung der Sache bereit.gclisch GlaruS hat den von Schwyz erhaltenen Entwurf eines Antwortschreibens an den Abt von St. ^ullc»vertraulich mitgethcilt; dessen Inhalt erscheint aber für die toggcnburgischen Freiheiten bedenklich und oeranlaßt laute Beschwerden der in Baden befindlichen toggcnburgischen Abgeordneten. Es wird daher dersandte von GlaruS ersucht, bei seiner Obrigkeit dahin zu wirken, daß dieses Schreiben in tröstlicherer ^abgeändert werde, was derselbe auch verspricht. Dabei wird ferner beschlossen, es solle zu gelegener Zc>' 'Interesse der Toggcnburgcr dem evangelischen Stande Glarus ohne weitere Vvllmachtcinholung in iss""-'evangelischem Namen von Zürich aus empfohlen werden. Für die diesmalige Verhandlung wird gutgesi» ^daß Zürich in der Session den leztcn JahrrechnungSabschicd verlesen lasse und dann über den Staub ^Geschäftes Aufschluß verlange. «I. Appenzcll-Außcrrhodcn beschwert sich, daß die Stadt Lindall neulich ^Garn einen starken Jmpost gelegt hat, der sich jährlich auf 7 bis 8000 Gulden belaufen würde, u»b ^um kräftige Verwendung der evangelischen Orte. Obwohl angeführt wird, dieses Jmpostogeschäft sei auf ^schwäbischen Rcichsconvcnt zu Mcmmingcu unlängst gar gutmüthig modcrirt worden, übernehmen dusandten dennoch, diese Beschwerde ihren Obrigkeiten zn hinterbringen.
Conferenz zwischen Bern und dein Bischof von Basel.
Nidau. 170«, :tN. März.
TtantsarchlU Bcr». Bischos-Baölisch AuStragbuch l., s»I. MI.
Gesandte: Bern. Johann Bernhard von Muralt; Johann Rudolph Bücher, beide alt-Dcutjch!^^""^^Emanuel Rodt, Stadtschrcibcr; Christoph Steiger, alt-Laudvogt. Bischof von Basel. Johann ^Rudolph von Pfirt, Dompropst; Franz Hartmann Ludwig von Wcssenbcrg, Erzdiacon; Johann P0"von Münchenstein, Landhofmcistcr; Johann Jgnaz Licupvre, fürstlicher Rath; Johann Franz Mahlcr,
Halter im Münstcrthal.