Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
298
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298Abgeordneten des dritten Standes konnten, bei den ewigen Widersprüchen des Adels und der Geistlichkeit, nichtimmer das Gute so befördern, und das Böse so verhindern,wie sie sonst wohl gewollt hätten. Dennoch werden sie nim-mermehr jene Ausschweifungen rechtfertigen können, die sieaus sklavischer und strafwürdiger Nachgiebigkeit, einem ro-hen Pöbel erlaubten, dessen sie, zur Erreichung ihrer Zweckenöthig zu haben wähnten. Der Sturz des Throns ist nichteinmal ihr Werk; der Adel ist die erste Ursache desselben.Nein! das Königthum ward nicht vom französischenVolke abgeschaft. Ludwig XVI. wurde nicht von denFranzosen auf das Schaffot geschleppt. Adliche und Prie-ster! der Umsturz der alten Verfassung, die Mißhand-lung des regierenden Hauses dies ist euer Werk!Undankbare, blutgierige Royalisten! ihr drängtet den Fran-ken mit Gewalt vorwärts zur Republik. Euch sind wirdiese Wohlthat schuldig; aber freilich, gegen euren Willen.Ihr hiengt mit keiner wahren Liebe an euerm König; ihrmachtet ihm den Hof, um Gunstbezeugungen zu erhaschen.Als deren keine mehr zu haben waren, verließt ihr denMann, der selbst arm geworden war, indem er euch, Nieder-derträchtige! bereicherte. Elende Schmeichler! ihr verbargtdem Könige den Abgrund, an dessen Rand ihr ihn auf Blu-menpfaden geleitet hattet. Ihr allein, seyd Schuld daran, daßer die Liebe seines Volkes nicht gewann. Sein ganzesVerbrechen beſteht darin, daß er ſein eignes Intereſſe, dasInteresse einer biedern Nation, euerem leidigem Vortheileaufopferte. Und was thatet ihr für ihn? UndankbareMenschen! ihr wandertet aus. 2) Seine Brüder,2) Als, zu den Zeiten Philipps von Mäzedonien, aufder Insel Rhodus die demokratische Regierungsform wieder