Januar 17NK, 1283
Sprache vor, nach dessen Schwörung der regierende Bürgermeister dem Residenten den Eid italienisch
- ""d von diesem mit aufgehobenen Fingern ebenfalls geschworen wird. Während sich die Vcr-
- ung wieder sczt, werden auf dem Hof die sechs aufgestellten Vierpfünder und auf dem Schänzli dieScchspsijnder in drei Salven gelöst, und die Trompeten fallen lustig ein. Dem Residenten lind den
^/^^bmdtcn, sowie deren höhcrm Gefolge wird hierauf auf dem Rüden eine Mahlzeit gegeben, zu welcher>vir^^^" ^ kleinen Rathcö sämmtlich und von jeder Zunft ein Dclcgirtcr zugezogen werden; auchallcn Zünften gestattet, sich auf ihren Stuben bei einem Abcndtrunk zu crgözcn. Während der MahlzeitVerls" Trinksprüchcn, welche den bcthciligtcn drei Ständen und dann ihrer allseitigen
»'düng galten, die Stüke auf dem Schänzli gelöst, bei den übrigen wird nur von den TrompeternUM. Mittwochs werden die Gesandten und die bcigczogcncn kleinen Räthe von Zürich, sowie das Gc-!e»k^ ^^""gcsandtcn vom Residenten gastirt und unter Räthe und Bürger eine auf diese Feier gemachtewunze auSgetheilt. Den Bcrnergcsandtcn werden auch Ketten zugestellt, die sie jedoch nicht für sich an-l>rj„ in erwähnte Gcdcnkpfcnninge umwandeln lassen, womit der Act geschlossen wird. I». Zürich
fü vor, tms Toggcnburgcrgcschäft stehe auf einem sehr bedenklichen Fuß. Auf Antrieb der römischensicd Schwpz und Glarus mit dem Abt aus den kl), dieses Monats eine Confcrcnz nach Ein-
Tcr v auf einen für das evangelische Wesen nachteiligen Vergleich abgesehen sei.
dazu ^ch in eigener Person mit seinen Rüthen dorthin begeben und cS seien auch die Toggcnburger
"Fladen. Von den st. gallischen Priestern werden die katholischen Toggcnburger crmahnt, sich vonevangelische,, Mitlandlcutcn zu trennen, damit sie mit Kosten verschont werden und doch bei ihren Frci-können. Da nun zu besorgen sei, wenn besagte Orte sich mit dem Abt vergleichen könnten,"chn/" ^ Toggcnburger etwa zu »achthciligcn Erklärungen gedrängt werden, so wünschte Zürich zu vcr-^ diesen Glaubensgenossen zu rathcn und beizustehen gesinnt sei, indem das evangelische'"it dem Toggcnburg wegen dessen Lage und der durch dasselbe führenden Communication mit cvan-a„-.. ^iarus, Appenzell, Rhcinthal, Sax und Bünden eng verknüpft sei. Bern findet die Situation wirklichllir n ^ )verdc daher sehr wohl und in beständiger Sorgfalt beherzigt, und werde Bern nicht ermangeln,^^iung der leiblichen und geistlichen Freiheiten der Evangelischen allcö Dicnsamc beizutragen und"och , l)uten lassen. Da man aber das Resultat der Confcrcnz
so wolle man hoffen, daß nicht thatsächlich vorgefallen werde, sondern daß die Glarncr die^ rekki-Lnäuiu nehmen und auch den Toggcnburgcrn eröffnet werde, was sie ihren Landlcutcn zu^lc„ ^^cn. Dadurch könnte Toggcnburg Zeit gewinnen, um bei den evangelischen Orten Rath cinzu-^ilc„ wird daher überlassen, alle bedenklich scheinenden Nachrichten den evangelischen Orten mitzu-
^^te man bei gegenwärtigen Conjuncturcn die Toggcnburger durch beständige Verzögerungenz» ^ gleichsam „n petit ton ausmergeln" wollen, so solle man sie animircn, das Geschäft dadurch^llc„ ^ Zusicherung aller Pflichterfüllung gegen den Abt mW die Schirmortc die Bitte
Rechte laut Landrccht unbckränkt zu lassen. Sofern den abgeordneten Toggcnburgcrn einewenkzcit eingeräumt werde, sollten sie sich nach Anleitung Zürichs an die von gesammtcr Eidgcnosscn-
Hasl ' ... . . . . ...
^»c l ^icn erwählten Schirmortc wenden, e. Gcncralprocurator Treinblcy von Genf erscheint, wiewohl
^ wdiliv, in pcr Session und versucht cincsthcilö das Vorgehen der Obrigkeit von Genf in dem Proccssc
Hüft genommenen savopischcn Soldaten zu rechtfertigen, und andernthcils darzuthun, daß die
^ ^kgieilmg an den gewinnsüchtigen Gcldrcmissen einiger dortiger Banquicrs an die französischen Armeen