Januar 170k,
1279
594.
^uferenz von Schwyz und Glarns sammt den toggenlnirgischen Ausschüssen mit dem Abt
von St. Gallen.
Einsiedel,,. 1«. bis lli. Januar.
Stnatsarchiv Zürich. All», Absch, Bd. «7, kol, ll«.
^csaiidtc: Schwyz. Gilg Christoph Schorno, Landammann; Joseph Anton Stadler, Landvvgt.
' U>ö, Kaspar Müller, Landammann; Johann Heinrich Zwicki, alt-Landammann. Abt von St. Galle»,^biton Vetschau; Landhofmcistcr Georg Wilhelm Ringk; Kanzler Joseph Anton Püntiner. AuS-w aus dem Toggcnbnrg. Hauptmann Rudolph Keller; .Sckrlmristcr Rüdlingcr; Lieutenant Bosch;^"stcr Rudolph Wirth.
Ucl'c»^" ^ Januar Vormittags berathcn sich Schwyz und Glarns allein, wie die abt-st. gallischen Dcputirtcnka»/ Ausschüssen ans dem Toggcnbnrg gehalten werden sollen. Darüber wird befunden, so lange dasj» zugestanden worden, sollen die Toggenburgcr als Mitcontrahcntcn mit gebührender Auszeichnung
H Hungen zugelassen tvcrdcn, um allseitig über' die Anerkennung deö Landrcchtcs laut früher» Zusagenallllc ^^c», wovon den Dcputirtcn des AbtS Anzeige gemacht tverdcn soll. Bei Eröffnung der
sei, Zession bringt der Landammann von Schwyz vor, diese Confcrcnz sei zur Wiederherstellung derAiib ^chrcn getrübten Freundschaft einberufen, was hoffentlich gelingen tvcrdc, da die beiden Orte nichtss,x ^ ^"khni, als was laut Briefen und Siegeln des auf ewig errichteten Landrcchtcs ihnen zustehe, und>vllrr ^ ^ flincn Rechten laut Landrccht schüzcn wollen. DaS beste Mittel zu einem Vergleich
AbicK ^ Landrccht, „wie cS an ihm selbstcn ist", anerkennen würde. Die Gesandten dcS
solches ihrem Herrn, der sich persönlich im Stift befinde, zu berichten. Dessen Antwort gehtu ^ .habe sich durch seine Gesandten bei verschiedenen Confcrenzcn deutlich ausgesprochen, wie weit^tiu> ^"umntc Baucrnlandrccht in seinem Werth bleiben lassen wolle; dabei beharre er, wolle jedoch gern^icdc" ^' sür ein gedeihliches Pflaster für so harte Wunden wolle vorgeschlagen werden. Die Orte^ ^ wollen sich darüber bedenken und eine freundliche Antwort folgen lassen, womit die gemeinsamebks»y "^'gehoben wird. Inzwischen kommen auch dir Ausschüsse auö dein Toggcnburg an. Nachmittagsder H die Gesandten beider Orte wieder und berathcn, was dem Abt zu antworte» sei. Im Verlaufe
>v»s "üthig befunden, die Ausschüsse aus dem Toggcnburg zu berufen und ihnen mitzutheilcn,
a»g d.,z ^"^rüg geschehen sei, um mit ihnen gemeinschaftlich eine Antwort abzufassen. Diese geht darausNejsx ^ ^""brecht müsse, wie es an sich selbst sei, verstanden und anerkannt werden. Was die Art und>ver^ ^"eucruiig betreffe, werde man sich über die Formalitäten wohl verständigen können und man^ Bc", bchimmtcstcn AnSdrükcn die Begierde an den Tag geben, die alte Freundschaft herzustellen undPflichten zuzusichern. Als aber die Gesandten des Abtes vernommen, daß die
^läre,. - ^m Toggcnburg an der Bcrathnng ebenfalls Thcil nehmen, beschweren sie sich dessen und" ' Ivlches^sandte»
dst ^'^^s dem Abt berichten zu müssen. In Folge dessen wird die Sizung für diesen Tag aufgehoben.!»vwl Schwyz verfügen sich hierauf zum Abt von St. Gallen, um ihn Namens der Obrigkeit"'»mm und ihm zum Neujahr Glük zu wünschen. Zu wiederholten Malen begehren die Gesandten