—28Gewalt herrschen. Man ist froh, Strafbare zu finden, umzu blutigen Maßregeln befugt zu werden. Die beiden Män-ner, welche unter dem Altare des Vaterlandes verborgenwaren — scheinen sie nicht wohlbedächtlich auf diesen Po-sten gestellt worden zu seyn? Das ohnehin schon aufgeregteund erhitzte Volk mußte daraus nothwendig neuen Verdachtschöpfen. Es scheint wohl, man habe im Voraus folgendenUeberschlag gemacht: Der große Haufe wird beim Anblickdieser zwei versteckten Männer über Verrätherei schreien;die wüthendsten werden Hand an sie legen; es wird zumAufknüpfen und Kopfabhauen kommen; man wird die Muni-zipalbeamten senden, um die Ordnung wieder herzustellen,wie wohl man im Voraus überzeugt ist, daß die Gemütherdadurch nur noch mehr erhitzt werden; ist das geschehen,dann ist es auch Zeit die bewaffnete Macht, mit der rothenFahne, marschiren zu lassen; der Maire wird das Kriegs-gesetz verkünden; Lafayette, an seiner Seite, wird sichbeleidigen und bedrohen lassen; ein Pistolenschuß, der aufihn gerichtet ist, ihm aber keinen Schaden thut, wird dasZeichen zum allgemeinen Blutbade. Von dem Augenblickan wird von gar keiner Absetzung mehr die Rede seyn; dieEinen werden rufen: Greift die Faktionisten! dieAndern: Man verfolgt die Patrioten! — Danton,Marat, Freron, Camille u. s. w. werden sich ausder allgemeinen Verwirrung zurückziehn, die sie veranlaßthaben; so wird der König dem Sturm entgehen, der ihmdroht, und die Nationalversammlung wird, ohngeachtetdes Hinstrebens zur Republik, die Monarchie aufrecht zu er-halten im Stande seyn.Der Orlean'schen Faktion ward ihr Spiel verdorbenaber auf Kosten des öffentlichen Wohls und der Vaterlands-
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