— 286leuchtend zu machen, daß kein anderes Heil für ihn zu fin-den sey, als einzig und allein in den Armen des Volkes.Diese Bittschrift enthielt an sich unstreitig die na-türlichsten, heilsamsten Grundsätze in einer kraftvollen un-befangnen Sprache, wie sie sich für freie Männer ziemt.Unglücklicher Weise hegten diejenigen, welche den Auftrittveranlaßten, keine lautere Gesinnungen. Die Orlean'scheParthei war dabei gar sehr geschäftig. Ein reiner, ächterRepublikanism beseelte nur wenige von denen, welche sichin dichten Haufen auf das Marsfeld und zu dem Altaredes Vaterlandes drängten. Viele Ränkemacher, die vomHofe nichts empfangen hatten, oder ihn jetzt zum Gebenunvermögend fanden; allzu viele Jakobiner und Barfüßer,die der Orlean'schen Parthei, als dem Gestirne des Tages,huldigten; viele Mißvergnügte und Selbstsüchtige misch-ten sich unter die redlichen, aufrichtigen Patrioten.Wie mußte das Benehmen des Departements und derMunizipalität unter diesen Umständen beschaffen seyn? durf-ten sie diese Zusammenrottung sich bilden, sich organisirenlassen? durften sie wohl gar, unter der Hand, dazu mitwirken? Vertrug es sich mit ihrer Pflicht, daß sie Mord-thaten und andere Ausschweifungen begehen ließen; unddas bloß in der Absicht, um dadurch das Recht zu bekom-men, eine wehrlose Menge niederschießen zu lassen, undeine feierliche Handlung unkräftig zu machen, durch welcheden Gesetzgebern ihre Pflicht in Betref eines strafbaren Kö-nigs vorgezeichnet wurde?Es war so leicht diese Zusammenrottung in ihrer Ge-burt zu ersticken! Aber die Taktik der Machthaber ist im-mer einerlei gewesen; wann sie das Zutrauen nicht gewin-nen können, dann wollen sie durch den Schrecken und die
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten