Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
288
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288freunde. Letztere wurden das Opfer ihrer Gutmüthigkeit.Dieser unselige Handel kostete zwei und vierzig Menschendas Leben; darunter waren drei Weiber. Zwölf Bürgerwurden verwundet.Während des Gefechts wird ein Grenadier durch ei-nen Pistolenschuß zu Boden gestreckt. Sein Sohn, einKnabe von vierzehn Jahren, umarmt den Leichnam seinesVaters und rächt den Tod desselben, indem er wüthendauf die Petitionnärs einhaut.Diese Art von Verschwörung, welche mehreren folgen-den zum Muster diente, war in den Werkstätten der Ja-kobiner und Cordeliers verfertigt worden. Als man erfuhr,daß die, in der Bittschrift angegebenen Beweggründe, beialler ihrer Scheinbarkeit, gleichwohl nicht die ächten wa-ren; als man einsah, daß es bei der ganzen Sache bloß umden Vortheil einer gewissen Parthei zu thun war zogensich viele Abgeordnete aus der Gesellschaft der Konstitutions-freunde zurück. Röderer, Petion, Buzot, Antoi-ne, die beiden Robespierre waren nicht dieser Mei-nung, und blieben im Klubb. Aber keiner von ihnen gabdiesen Auftritten weitere Folgen. Das Vaterland trauerteüber dieselben; es wurde von jenem Zeitpunkt an von denFreunden des Throns und von den Freunden Philippsmit gleich mörderischen Händen zerrissen. Die obrigkeitlichen Personen trugen die ganze Last des Volkshasses; unddas wird allen Machthabern begegnen, die ihre Gewalt nichtgehörig zu gebrauchen wissen; die, anstatt dem Uebel ver-zubeugen, dasselbe zum Ausbruch kommen lassen, und dannBefehl ertheilen, alles ohne Unterschied niederzuschießen.Wir wollen hier nicht alle einzelne Umstände des Blut-bades auf dem Marsfelde wiederholen; wir haben sie be-reits