— 285 —blutigen Auftritte vermieden, deren Schauplatz das Marsfeld im folgenden Juli wurde.Blutige Ereignisse auf dem Marsfelde, am17. Juli 1791.Viele Patrioten, unter denen ohne Zweifel auch man-cher rechtschaffene Bürger war, wählten gerade den 14.Juli zu Unterzeichnung einer Bittschrift, in welcher sie umdie förmliche Absetzung Ludwig XVI. anhielten. Mansagte unter andern: „Es ist höchst nöthig über das Schick-sal Ludwig Capets zu entscheiden. Der allgemeineWunsch des Volks muß die Stellvertreter desselben in ih-ren Entschließungen leiten. Die Wortbrüchigkeit des Kö-nigs und die Verlassung seines Postens müßen schlechter-dings durch Absetzung bestraft werden. Man fügte hinzu:alle Versprechungen, alle Betheuerungen des ehemaligenMonarchen sind uns kein gültiges Unterpfand. Man erklärte endlich, daß man weder Ludwig XVI., noch ir-gend einen andern, als König erkennen wolle und könne;wofern nicht die größere Zahl der Departemente einenWunsch äußere, der mit den Gesinnungen der Unterzeich-ner nicht übereinstimmteMan erinnere sich daran, daß das Journal der Re-volutionen von Paris seit mehrern Monaten es Lud-wig XVI. vorher verkündigte, daß es, wofern er dabei be-harre, sich lediglich mit Adlichen und Priestern zu umrin-gen, unfehlbar zu diesen, für ihn empfindlichen Auftrittenkommen müße. Mehr als einmal suchten wir es ihm ein-
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten