284Aber, möchte man sagen, wenn Ludwig XVI. unterden großen Haufen zurückkehrte: — so blieb ein Thron of-fen, den die Konstitution erhalten hatte. Und nach die-sem Thron strebte Orleans mit wahrer Wuth. Man hät-te dadurch den Faktionen die Schranken geöfnet, und dasZeichen zu einem Bürgerkriege gegeben.Ganz und gar nicht. Orleans hatte freilich eineParthei, die ihm eigenthümlich zugehörte; denn er hattesie für schweres Geld erkauft. Aber Orleans war nichtder Abgott der Nation; das Volk hatte deren damals kei-nen. Man würde den glücklichen Umstand benutzt und dieKonstitution wieder durchgesehen haben: das war die Ar-beit einiger wenigen Sitzungen. Die Erfahrung hatte esso eben gelehrt, wie unnütz und so gar gefährlich ein Kö-nig, selbst ein konstitutioneller König sey. Man schaffte die-sen Rost hinweg, und die Maschine gieng von selbst. Wirhatten eine Republik und durften nicht über Leichenhügel zuihr gelangen. Wir waren damals gerade in derselben Lage, wo-rin die Römer, zur Zeit des ersten Brutus sich befanden.Man weiß, daß Rom, fast ohne Schwertstreich, sich auseiner Monarchie in einen Freistaat umwandelte. Die re-girende Familie selbst gab dazu die Veranlassung. Hätteman an den Ufern der Tiber, wie an den Ufern der Sei-ne, ein ganzes Jahr lang gezögert, um den großen Ent-schluß zu gewinnen: so würde man dort eben so, wie beiuns, den Ränkemachern die schönste Gelegenheit gegebenhaben, die Freiheit, gleich in ihrem ersten Entstehn, durchalle mögliche Schandthaten zu beflecken.Hätte man gleich nach Ludwigs Zurückkunft, dieRepublik zu Paris proklamirt — man hätte dadurch jene
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