Druckschrift 
1 (1801)
Entstehung
Seite
283
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283te Gewohnheit ihm bis auf die Stunde noch erhalten hat-te. Man überzeugte sich, daß auf ihn gar nicht zu rech-nen sey; und daß man bei der ersten Gelegenheit, und un-ter dem nichtigsten Vorwande, von diesem Fürsten würdeverrathen werden. Diesem höchst natürlichen Gedanken zuFolge, sah das Volk bereits die Krone als verfallen an;denn der bisherige Kronträger war es nicht länger werthüber ein unabhängiges und biedres Volk zu gebieten. Mankann die Weichlichkeit, welche die Nationalversammlungbei dieser Gelegenheit äußerte, mit Recht ein Verbrechennennen. Die Konstitution und die öffentliche Meinungstimmten dahin überein, daß ein Fürst des Thrones verlu-stig sey, der wie Ludwig XVI. gehandelt habe. Gleicham folgenden Morgen, nachdem der König mit seiner Fa-milie wieder in den Thuillerien angelangt war, hätte mandas Buch des Gesetzes aufschlagen, sich davon überzeugenmüßen, daß es eine und dieselbe Person sey, und alsdannden Beschluß auf ihn anwenden sollen. Von dem Augen-blicke an, war Ludwig XVI. ein bloßer Bürger gewor-den. Man hätte ihm irgend eine Nationaldomaine angewiesen, und ihn daselbst in der Dunkelheit leben lassen, zuwelcher er eigentlich geboren war. Man hätte ihm zugleichbekannt gemacht, daß wenn er es sich noch einmal beigehenließe, einen Fuß aus der Stelle zu setzen, um durch seineGegenwart die Entwürfe der Feinde Frankreichs gut zuheissen es alsdann um ihn geschehn sey, und er nichtsals das Schaffot zu erwarten habe. Wie manchem Unheil,wie manchem Verbrechen, wie mancher Schandthat wärdadurch vorgebeugt worden? Kein 2. September, kein an-drer diesem ähnlicher Tag würde alsdann Statt gefundenhaben.