— 282zurückgebracht wurde, den Befehl, nirgends den Huth vorihm abzuziehn und aller militärischen Ehrenbezeigungen sichzu enthalten; weil Ludwig XVI. — wie er hinzu fügte —nicht werth war, König der Franzosen zu seyn. Vernünf-tige Leute sahen in diesem Benehmen Lasayette's wei-ter nichts, als eine kindische Affektation. Das Volk wußteungleich besser als er, wie man einen flüchtigen und wort-brüchigen Monarchen empfangen müßeWir dürfen eine blutige That nicht übergehen, welche schon damals viele ähnliche, von demselben Gegenstandveranlaßte, erwarten und ahnen ließ. Der Marquis vonAubespierre, über dessen Güter der König seinen Rück-weg von Varennes nahm, erwartete seinen Herrn auf derDurchreise, nahte sich dem Wagen und küßte ehrfurchtsvolldie Hand des Monarchen. Indem er dies that, bekam ereinen Schuß, der ihn todt unter die Räder der Kutsche streck-te. Die drei Gardes du Corps, welche den König beglei-tet und seine Flucht erleichtert hatten, liefen gleichfalls dieaugenscheinlichste Gefahr; das Volk wollte sich selbst Genug-thuung verschaffen, ohne den bedächtlichen Gang der Gerech-tigkeit erst abzuwarten. Was die Person des Königs betrift,so dachte man selbst jetzt nicht daran, ihm irgend ein Leidzuzufügen. Er hatte sich allzu verächtlich gemacht. Man er-innerte sich der schönen Zusagen, die er bei Gelegenheitder Flucht seines Bruders, des Grafen von Artois ge-than hatte; man dachte daran, wie sehr er das Betragender Ausgewanderten gemißbilligt hatte. Kaum daß mandie Entschuldigungen anhörte, die er für seine angeblicheReise nach Montmedy hervorsuchte; man sah darin nichtsanders, als eine treulose und schändliche Flucht. LudwigXVI. verlor vollends das wenige Zutrauen, welches eine al-
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