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September u, October 1702.
505.
Conferenz der evangelischen Orte, Stadt St. Gallen und Biel während der Tagsazung Z"Baden. 1702, im September nnd October.
Staatsarchiv Zürich. Mg. Absch. Bd. 8», k°I, 181.
Gesandte: Die gleichen wie auf der Tagsazung; für evangelisch Glarus Johann Heinrich Zwi^'Landannnann.
». Basel gibt ausführlichen Bericht über die Gefahren, welche dieser Stadt aus dem beständigen Norman^der kaiserlichen und französischen Armeen in einem bedenklichen Grade erwuchsen, was die dortige Obrigkeit da»"bewog, die drei Vororte angelegentlich um Zusendung von 200 Mann anzugehen, für deren Willfahrgedankt wird, und gleichzeitig um ferncrn Verhalt zu ersuchen. Die Vororte hatten dieses Begehrenunzcitig befunden, Basel aber zur Vermeidung von Jalousie den Rath crtheilt, solche Mahnungen künftigan einzelne Orte, sondern gleich dircct an den gesammtcn eidgenössischen Stand zu richten. I». Hierasbespricht man sich vertraulich über das neu projcctirtc eidgenössische Schirmwcrk, und findet, daß küWjedes nothlcidcnde Ort alle übrigen zugleich mahnen solle. Eine Anregung, ob die Kriegsräthe nicht ih»beständige Residenz in Baden haben sollten, wird an gemeine Session verwiesen. «. Bern eröffnet, s^'mehrmals habe es bei evangelischen und gcmcincidgcnössischcn Versammlungen instructionögcmäß vorgebrachtdaß die Stadt Constanz, die Waldstädtc und das Frickthal nebst den nächstgelcgencn Städten im Interesse d»eidgenössischen Sicherheit und gemäß der noch zu Recht bestehenden Abschicdöbeschlüsse von 1688 und bb 'in wirklichen Schirm genommen werden sollten. Auch Zürich führt für diese Ansicht mehrere erhebliche Grü»^an, gibt aber zu bedenken, ob die Zeit hiefür nach der Kündigung der Erbeinung schiklich sei und »bnicht angemessener scheine, ein dicsfälligcs schriftliches oder mündliches Gesuch von Seite dcö Kaisersseines Gesandten abzuwarten. Bern wendet dagegen ein, die Befestigung des eidgenössischen Ruhestandes »»»die Hauptrüksicht bilden, und werde der kaiserliche Gesandte Hierinfalls schwerlich ein solches Ansuchen ste^"'weil dieses der Vcrsezung dieser Gegend in eine Art Neutralität gleichkäme, welche zu schädlicher Conft»^führen könnte. Basel glaubt, seine Obern werden, soviel die eigene Roth es gestatte, den frühern Beschs»nachleben; die übrigen Orte, welche, wie Basel, nicht instruirt sind, wollen das Geschäft ihren Obern h»' .bringen. <1. (Ohne Bern.) Zürich und die Stadt St. Gallen erstatten abermals Bericht über ihren ^mit Bern betreffend das Post- und Botcnwescn und die neu ausfindig gemachte Route, und ersuchen die ^dieses Geschäft zu gedeihlicher Erledigung zu führen, da sie sich aus dem ihnen übersandten Factum, vo» ^sie unter Vorbehalt der Zustimmung auch den katholischen Orten Kcnntniß geben werden, von der ^gründcthcit ihrer Beschwerde werden überzeugt haben. Obschon nun einige Orte dieses Factum nocherhalten haben und andere wegen der plözlichcn Einberufung der Tagsazung darüber nicht instruircn ko>» ^wird doch versprochen, zur Förderung dieser Angelegenheit alles Mögliche vorzukehren, v. Die Vorstehtfranzösischen Gemeinde zu Mariakirch bitten schriftlich tun Vcrabfolgung der ihnen bereits vor einem ^auf nächste drei Jahre bewilligten Licbcsstcuer und um Verlängerung dieser Zeit, bis ihre immer »och 6großen Bedürfnisse so abnehmen, daß sie den evangelischen Orten nicht mehr zur Last fallen müsse»' ^wird beschlossen, die noch rükständigcn Einschüsse von evangelisch GlaruS und Appenzell einzubcgchren