October bis November 17t)2. 1031
^''glichen neun Orte zur Ablieferung der für das zweite Jahr bereits verfallenen Steuer von 100 Gl, ein-zuladen. f. Wjx berichtet wird, wünscht der großbritannische Gesandte, es möchte das Notificationsschrcibcn^ der Thronbesteigung der Königin Anna von England mit einer gemeincidgcnössischcn Bcglükwünschung^wiehert werden. Da solches aber die Mitthcilung desselben an die katholischen Orte nöthig machen würde,d,^^ befunden, dem Gesandten begreiflich zu machen, daß nicht rathsam scheine, das hohe Ansehen^ Königin einer unzweifelhaft erfolgenden Beschimpfung auszusezcn; wenn er aber auf der Vorlegung an^ ^"glazung beharre, werde man ihm entsprechen. Die freie Reichsstadt Lindau hatte schon mitreiben ^m 22. September an die evangelischen Orte das Gesuch gestellt, im Hinblik auf den unvcr-der bayerischen Armee in den schwäbischen Kreis und die Einnahme der Städte Ulm undstcts""""^^ besagte Stadt Lindau als Vormauer und Brodkorb der Eidgenossenschaft, mit welcher Lindauda»»/" Beziehung gestanden, in ihren Schirm aufzunehmen und den Kurfürsten von Bayern
des <5 ^ Krnntniß zu sczcn. Dieses Anstichen wird nun durch zwei Abgeordnete von Lindau erneuert undi», Ansinnen gemacht, ihm mit ctwclchcn Stükcn sammt zugehöriger Munitiou und Constablcrn,
4l)<)g riuch etwa mit 2 bis 3l)t) Mann in eidgenössischen Kosten und einer Gclduntcrstüzung vondie ^^^^^alcrn bcizlistchcn. Obschon der Zustand dieser Stadt tief zu Herzen genommen wird, können»»d ^ verhehlen, daß die zwei ersten Punkte mit der erklärten Neutralität unvcreinbarlich scicubu'ird kricgführciiden Mächten und den katholischen Orten eine schwere Verantwortlichkeit zuziehen
d»k^"' ktwas Volk und Munition dagegen könnte der Stadt von den »ächstgclcgcncn Orten her vielleichtu»d^^ Marktschiffe zugeführt werden, jedoch in aller Stille, und des Volkes wegen könnte mit AppenzellZüri^"' ^ das Nöthigc verabredet werden; was die Gcldfordcrung betrifft, behalten sich
^uscn Berichterstattung an ihre Obern vor, während Basel und Schaff-
gleiij" ^ eigener Gefahr cntschllldigcn. Hicvon wird den Abgeordneten Mitthcilung gemacht, untersich Vcrsichcrllng des besten nachbarlichen Willens. Ii. (Zürich, Bern und Basel.) Basel beschwert
gx,>^ . von Seite SolothurnS wegen Bcnüzung des Weges über die Schafmatt neue Verdrießlichkeiten
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Mündlich,,.
werden. Man behält sich vor, in Erwägung zu ziehen, ob mittelst freundlicher Remonstration oder
Schreibens an Solothurn die Sache wieder in den alten Stand gcsczt werden könne.
SVK.
Bericht der «ach Basel abgeordneten Kriegsräthc.
Basel. 1702, 5. Oetober bis Mitte November.
Staatsarchiv Zürich. All«. Abschiede Bb. 8Z, kol, 2S«.
des ^^gSräthc. Zürich. Johann Jakob Eschcr, Constaffclhcrr und des Raths. Bern. Emanuel Steiger,Ziachg ^ ""d alt-Sckclmcistcr wälscher Lande. Luccrn. Jost von Flcckcnstcin, Oberst und dcS inner»N Franz Augustin von Dicßbach, Schultheiß.
^ch die kriegführenden Mächte, nämlich einerseits der Kaiser, England und Holland und daS^A,d,r Ausnahme von Kur-Bayern und Kur-Köln, anderseits Frankreich und Spanien mit
verbündet haben, und die Armeen der kaiserlichen Verbündeten und diejenigen von Frankreich sich an