Juli 1702.
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^ auf neuen obrigkeitliche» Befehl zu unterhalten. Ein Gleiches wird auch allen deutschen und wälschcuStrien anbefohlen, mit der Erweiterung, daß sie ihre Auszüge gehörig ausrüsten und marschbereit halten,""l die Annäherung der feindlichen Heere und alle verdächtigen Erscheinungen ein wachsames Auge haben"ad alles Erhebliche an seinen gehörigen Ort berichten. I. (Zürich, Bern, Lucern, Basel, Freiburg, Solo-^arn, Schaffhausc» und Abt von St. Gallen.) In Betrachtung der drohenden Zeitumstände wird derauzlei Baden der Auftrag crthcilt, dasjenige, waö früher für den Schuz dcö Vaterlandes verabschiedetworden, in eine Verordnung zusammenzustellen, um dieselbe dann auf der nächsten Tagsazung bcrathcn und"ach Umständen verbessern zu können. It. (Ohne Zug.) DaS Gesuch des Bischofs von Basel um Inter-ne» beim französischen Gesandten, damit seine Leute und Lande während dieses Krieges verschont werden"achten, mird dem Gesandten nachdrüklich empfohlen; dieser verspricht, die Sache beim König bestens zuInzwischen werden den bischöflichen Abgeordneten von der Tagsazung zwei Schreiben an die^ Citizen Generale zugestellt, deren sich der Bischof im Fall der Noth zum Zwck der Abwehr der fremden^ ^ ^dienen könne. I. Am 26. Juli erscheint auch der Gesandte der niederländischen Gencralstaatcn vor^ Session, und sagt in seiner Proposition: Zum dritten Mal gcrathe der größte Thcil der Christenheit^r nach der Univcrsalmonarchic strebenden Herrschsucht eines Einzigen in Blut nnd Feuer; alle^ aicn und friedliebenden Christen seien daher in ihrem Gewissen verpflichtet, dieses gemeine mit derEuropas verbundene Unheil abzuwenden. Einige der größten Mächte haben sich deshalb verbündet;ihre" die Gencralstaatcn angeschlossen und auf ihren Befehl erscheine er hier, um die Eidgenossen
^ Zuneigung und Freundschaft zu versichern. Er beabsichtige nicht, sie gegen ihre herkömmliche Staats-kci» "I aincn blutigen Krieg zu vcrwikcln, wohl aber sie zu erinnern, sie möchten den ungerechten Arm inGlied verstärken; denn wer dieses thuc, lade den Zorn GottcS auf sich bis in's dritte und viertearlmil't ^ einverstanden, daß nach den göttlichen Gcsczcn und der natürlichen Billigkeit nicht
^r>» - ^ ^ Macht des Ungerechten zu stärken; wenn er sie aber fragte, ob nicht Frankreich jener ungerechte^rä>,^ bürden sie ihm wahrscheinlich antworten, sie seien von Gott nicht als Richter über andere Son-sei allerdings wahr; aber gleichwohl müssen sie ihres eigenen Interesses wegen ein^chix ^ gegenwärtige gefährliche Zeitlagc abgeben. Wenn Frankreich sich noch die spanische Mon-, "'^rporirc, so sei das Gleichgewicht Europas dahin, und wer nicht gegen diese Störung des Gleich-"N'gc» - der handle wider sich selbst. Die Eidgenossen rühmen sich ihrer Treue und Vaterlandsliebe;
»ich; "ut Hintansczung aller Particularrüksichtcn in der That bewähren! Wer könne leugnen, daß
brcctw jener ungerechte Arm sei, Frankreich, das weder Gott noch Menschen Treue halte, Tractatc
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entstellender Weise auslege und schwarz für weiß erkläre; Frankreich, welches ohne Grund, mitz ^walt Land und Leute unterjoche und nichts für unerlaubt halte, wenn es ihm nur nüzc. Die>"it Welt erwarte daher, daß die Eidgenossen diesen ungerechten Arm nicht stärken werden, weder
^stellt Truppen, noch mit offensiver Verwendung der Frankreich nur zur Vcrthcidigung bereits
in Kölker, oder mit Bestätigung des mailändischcn EapitulatS zu Gunsten dieses ungerechte», jczt auchsie herrschenden ArmS. Zu lcztcrm Schritte können sie sich nach dem angenommenen Grundsaz, daß
»est,, ^ dichter über andere Souveräne seien, folgerichtig auch nicht entschließen, bis der Kampf der Pardefx,^"^^cn sti; eher würde cS in ihrer Stellung liegen, mit andern wohlmeinenden Souveränen eineder einzugehen, wofür die Gencralstaatcn bereit wären. Man werde aber einwenden, die Sache
undctcn gehe langsam und Frankreich sei ein gcfürchtetcr Nachbar; aber eben diese Einwendung