Druckschrift 
6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
Entstehung
Seite
977
Einzelbild herunterladen
 

Mai 1702,

977

^ürde, wodurch vielleicht der Abt zu einem Verlaus bestimmt werden könnte. Inzwischen verlaute, man habemit einem Herrn von Ehur eingelassen und ihm den Kaufpreis auf -10,000 Rcichsthalcr gcsczt; cS wäre^unach gut, wenn die evangelischen Stände den Abt zu einem andern Entschlüsse führen könnten. Du»Pfarrer Heidegger wird in Antwort hierauf angcrathen, sich mit dem preußischen Gesandten in RegcnSburg^sichtlich der Jntcrccssion einiger angesehener evangelischer Stände in'S Einvernehmen zu iczcn, und ihin^gleich zu versichern, daß die rcformirtc Eidgenossenschaft für diese bedrängten Rcligionögcnosscn alles Gut-sindcnde willig vorkehren werde.

4»;>.

Conferenz zwischen Zürich, Bern, Lncern, Uri, Schwyz und Nnterwalden.Bremgarten. 1702, 10. Mai.

.«antonSarchiv Schwyz. Ablchicdc.

Gesandte: Zürich. Johann Ludwig Hirzcl, Statthalter. Bern. Johann Friedrich Willading, Nenner,"ccrn. Johann Karl Balthasar, Schultheiß. Uri und Schwyz. (Entschuldigt.) Untcrwaldcn. Johann"!par Achcrmann, Landammann von Nidwaldcn. Obwalden. (Entschuldigt.)

Bei Eröffnung dieser Conferenz, welche wegen des zugcrischcn StreitgcschäftcS gemäß dem leztcn^"'gartischm Abschied einberufen worden ist, legt Zürich zwei von Basel eingegangene Schreiben vor, lautM der Kaiser Frankreich den Krieg erklärt habe und lcztcrcS ein Gleiches gegen den Kaiser thun werde,^lb zu besorgen sei, daß die obere Markgrafschaft mit Kricgscontributioncn und Verheerungen hcim-

^rdcn möchte. Gleichzeitig wird angezeigt, Frankreich habe von Hüningcn an den Rhein hinunterU ^ Waarcn verschlossen. In einem dritten Schreiben bittet Or. Härder, Namens des

voil Badcn-Durlach, um Absendung eines Repräsentanten und einer Salvcgardc in die obereFcbr Zürich hat in Folge dieses Schreibens und des Beschlusses der Tagsazung vom verflossenen

Pcrson des Statthalter Werdmüllcr einen Repräsentanten bezeichnet und abgcschikt. Da aber... üztcn brcmgartischcn Abschied die Absendung einer Salvcgardc von der Zustimmung beider krieg-c>nc^^" ^^chtc abhängig ist, habe es an den französischen Gesandten geschrieben, damit er auch seinerseitslirk ^ ^Ücrlichen ähnliche Zustimmungserklärung vom Könige erwirken möchte, wobei Solothurn zur münd-Fra" ^"^^^"9>ng dieses Gesuches angegangen worden sei. I». Da nun der Krieg zwischen dem Kaiser und^ ""krcich unvermeidlich ist, wird zur bessern Sicherung der Eidgenossenschaft beschlossen, in gcmcincidgc-^"'ucn beim Kaiser die Ratification der srühcrn schriftlichen Erklärung seines Gesandten, und bei^krcich eic Erklärung, den eidgenössischen Boden nicht zu betreten, nachzusuchen. «. Zürich thcilt einworin die Hoffnung ausgesprochen wird, die drei zugcrischcn Gemeinden werden denh . ^»rschlag annehmen, weswegen die Conferenz bis zum Eingang der erwarteten Antwort verschoben3ssviw ^'zwischen sii aber die Nachricht eingegangen, daß die drei Gemeinden am 1-1. Mai eine

Landsgemeinde gehalten und wider den Inhalt des Libcllö einige Acmtcr eigenmächtig bcsczt haben.

8er?

^schuld"^" Schreiben von Schwyz und Obwalden vorgelegt, mit welchen diese Orte ihre AbwesenheitPen. Hierauf erscheinen die Deputirtcn der Stadt Zug und eröffnen, ihre Obern hätten den gütlichen

123