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6,2,a (1882) Die eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1681 bis 1712
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April 1702.

Conferenz der evangelischen Orte, Stadt St. Gallen und Biel während der Tagsazung zu

Bremgarten. l7t»L, im April.

Staatsarchiv Zürich. Allg. Abschiede Bd. 82, k»>. 1W.

Gesandte: Die gleichen, wie auf der Tagsazung; für evangelisch Glarus Johann Heinrich Zwicki,Landammann.

Der Gesandte von Glarus berichtet, seine Obern seien in Uebercinstimmung der immer noch g»tg^sinntcn katholischen Landleute entschlossen, gleich nach den Ostcrfeicrtagcn die vom Abt von St. Galle»vorgeschlagene Conferenz zu begehren. Die Ausschüsse, die sich jüngst nach Schwyz und GlaruS verfughaben, seien sofort nach ihrer Nükkunft vom Landvogt zu Lichtcnstcig bei finsterer Nacht citirt und ihnen u»»zu Händen ihrer Landlcutc aus Auftrag des Abtes bei hoher Eidcspflicht geboten worden, weder in »>außer dem Lande vor der Conferenz mit den beiden Orten sich um Beistand zu bewerben. Die Ausschußhaben dann um einen Landtag angehalten, der ihnen gestattet worden sei, jedoch ohne eine Zeit zu bestimme»,so daß es offenbar auf langen Verzug abgesehen sei. Unter diesen Umstanden weiß man keinen bessern N»Ü),als die Toggcnburgcr sollen den Erfolg der Conferenz abwarten. Dem Gesandten von GlaruS wird indes»»überlassen, »ach seinem Ermessen zu veranstalten, daß die tvggcnburgischcn Gemeinden gegen obigcS, ihre»Freiheiten klar widerstreitendes Verbot eine ehrerbietige Protestatio» erheben. I». Zürich berichtet, daßeinige Orte mit ihren auf verschiedenen Taglcistungcn beschlossenen Liebesgaben im Rükstandc seien und crs»^um baldige Berichtigung. Diese Anregung wird all reterenäum genommen. GlaruS macht wenig Hoffnu»i!zur Beteiligung an der Kirchensteuer für Berlin, ebenso Biel rüksichtlich der pfälzischen Steuer. «?. Was ^wegen dem Hunscheid Wilhelm III., Königs von Großbritannien, wegen der in Holland und England sci^laut Valkcnicrs Notificationsschrcibcn abgefaßten großmüthigcn Schlüssen; 2. wegen des zwischen den bei»rrscitigcil Rcligionsgenosscn gemeiner III Bünde streitig schwebenden SagcnscrgcschäftcS, sowie 3. wegen ^von den katholischen Orten bedenklich unterstehenden Dccimirung der in gemeinen Herrschaften liegen^'Klöster nachrichtlich verlesen und vertraulich discurrirt worden, das wird jeder Gesandte seines Ortes n'»/zu rcfcrircil wissen; dem Herrn Valkcnicr aber soll inzwischen seine Mitthcilung verdankt werden, «l. Pf»^Heidegger zu Herbishofcn erstattet über das thcinsclbcrgische Kirchcngcschäft folgenden Bericht: In Folgc ^von der lcztcn aarauischcn Conferenz erlassenen Schreibens habe der Herzog von Würtcmbcrg seinemordneten auf die Krciövcrsammlung in Ulm den Auftrag crthcilt, die kcmptischcn Dcputirtcn zu einerlution zu veranlassen; diese haben aber ausweichend geantwortet, der Abt gehe damit um, die Herrsch'Rothcnstcin an einen evangelischen Stand zu veräußern und stehe wirklich mit dem Prinz Philipp ^Sulzbach in Unterhandlung. Da sich diese Vorgabe als nicht ganz richtig herausstellte, sei weiter inDcputirtcn gedrungen worden, was jedoch keinen Erfolg gehabt habe, und nur beweise, daß man die S» ^verschleppen wolle. Da auf den 20. April wieder eine KrciSvcrsammlung nach Ulm ausgeschrieben sibkönnten die dortigen wiederholten Vorstclkmgcn vielleicht bessere Wirkung haben. Der zu Rrgr»^.rcsidirendc würtcmbcrgischc Abgesandte fände nun gut, daß einige vornehme evangelische Stände, jeder für ,,versuchen sollten, dem Abt eine endliche Resolution auszupressen, wobei der Herzog zuvcrläßig mit»'>r