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Januar 1699.
dcS Abzugs wirb Folgendes verabredet: Drei von sämmtlichcn evangelischen Orten besoldete Eomniissäre, jceiner von Bern, Zürich und Schaffhauscn, haben sich vor der Vcrschikung der Flüchtlinge in Brugg über dieTransportmittel zu berathcn. Zuerst ziehen die Flüchtlinge im Kanton Schaffhauscn ab, dann diejenigen imGebiete von Zürich, dann die der Stadt St. Gallen und endlich diejenigen dcS Standes Bern; soviel wiemöglich sollen die Abtheilungcn aus Angehörigen der gleichen Gemeinden und auö Verwandten und Be-kannten gebildet werden ; die beiden Commissaricn von Zürich und Schaffheulsc» nehmen ihren Siz nicht, wiefrüher bestimmt, in Hcrblingcn, sondern in Thäingcn, sorgen daselbst in gemeinen Kosten für alle Be-dürfnisse der Ankommenden an Lebensmitteln und Fuhren, verabfolgen ihnen etwa die Hülste dcS Reisegeldesund leiten sie von dort nach Tuttlingen, allwo ein Commissür von Schaffhauscn ihnen die andere Hälfte deöReisegeldes austhcilt und sie dann der Vorsehung GottcS und der Mildhcrzigkcit der Menschen überlaßt. AlSReisegeld wird bestimmt: für einen Geistlichen 8, für einen Hauptmann 5, für eine Mannsperson über zehnJahren 3, für eine Weibsperson über zehn Jahren 2 und für Kinder unter zehn Jahren 1 ^ Rcichöthalcr.Zur Bestreitung aller Kosten und dieser Reisegelder schießen die V Städte vorläufig eine» Fond von 3l)»<>Reichsthalcrn zusammen, welcher in der Folge wieder in so weit ergänzt werden soll, daß die Abschiebungnie durch Geldmangel in's Stokcn gerathe. Alte, kranke und zeitweise reiscunfähige Personen sollen auf Koste»der evangelischen Eidgenossenschaft verpflegt werden, bis man sich ihrer füglich entledige» kann. An Bünden,Genf, Stadt und Grafschaft Neuenbürg und Biel wird ein Gesuch um milde Beisteuern gerichtet, sowie ma»von evangelisch Glarus und Appenzcll-Außcrrhoden freigebiges Entgegenkommen erwartet. Von diesem Be-schlüsse soll dem großbritannischen und holländischen Gesandten und dem Herrn Arnaud für sich und zuHänden seiner Collegcn Mitthcilung gemacht und in allen Orten, wo sich Flüchtlinge aufhalten, eine all-gemeine Kundmachung erlassen werden. I». Die Gesandten von Bern sind auf die an sie gestellte Anfragenicht im Fall anzugeben, wie viel Geistliche, zwei oder drei, dortiger Stand laut Abschied vom 26. Septemberv. I. in die piemontcstschen Thäler gcschikt und wie eö sich mit deren Sustcntatio», insbesondere aus derVergabung der verstorbenen Königin von England, verhalte; sie versprechen aber, sich diesfalls zu erkundige»und darüber den Orten Bericht geben zu lassen. Dabei hat eö allseitig die Meinung, daß jedem dieserGeistlichen für die erste Ansiedelung nach der ncunörtischcn Scala Ulli Rcichöthalcr gegeben werde» solle».Berit wird empfohlen, sich mit guter Art beim grvßbritannischcn Gesandten zu erkundigen, was für ein Be-wandtniß cS mit der Stiftung der verstorbenen Königin habe und ob daraus etwa die erwähnten Geistliche»bedacht werden könnte». «. Wie Zürich eröffnet, hat es den Sohn des Herrn Arnaud an seinen Studentcwtisch genommen, aber nur in der Meinung, daß Bern ihm denselben abnehme, oder daß die Verpflegung a»lgemeine Reparation geschehe; eS unterhalte bereits einen Studircndcn aus Piemont und könne sich doch nichtüberladen lassen. Dieser Antrag wird von Berit insbesondere und von den übrigen Orten im Allgemeine»in den Abschied genommen. «I. Von der auf der leztcn Confcrcnz in Aarau gemachten Anregung, z»»'Besten der piemontcstschen Kirche einen Agenten in Turin zu halte», wird wegen der Kosten und Jncowvcnicnzcn Umgang genommen. «?. Genf berichtet in einem sehr umständlichcn Schreiben, daß ihm von Sei»Savoycnö wegen der Ausfuhr des Getreides auö seinen im Savoyischcn gelegenen Gütern seit einiger Zellunter unhaltbaren Vorwändc» Schwierigkeiten gemacht und vor etwa vierzehn Tagen ein dicSfälligcS Verboterlassen worden sei; ein abgeordnetes Rathsmitglicd habe dem Jugc-May.- von St. Julien und darauf dc»>Gouverneur von Savopcn die eindringlichsten Gegenvorstellungen gemacht, aber ohne Erfolg; lcztcrcr habejedoch versprochen, die vernommenen Gegcngründc dem Herzog selbst mitzutheilcn, und werde dann von dcssc»